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Analoge Fotografie macht das Leben schön

Grafikdesign-Schüler*innen im ersten Ausbildungsjahr stellen aus

Das DOTS zeigt in einer Gruppenausstellung analoge Fotos von jungen Grafikdesign-Schüler*innen vom Lette Verein Berlin. Schwarz/Weiß, handcrafted bis ins letzte Korn. Zu sehen sind Fotogramme, Chemiegramme und Großformatfotos – die ganze Palette der analogen Fotografie.

Die angehenden Grafikdesigner*innen lernen im ersten Ausbildungsjahr die analoge Fotografie kennen. Hierbei beschäftigen sie sich mit allen grundlegenden Techniken, die das Handwerk auszeichnen und Kunst entstehen lassen können. Alle Schüler*innen waren frei in der Auswahl der präsentierten Arbeit. Sie zeigen einen Querschnitt aus den erlernten Techniken der letzten zwei Semester.

Entstehung der Fotos

Begonnen wurde mit dem Bau einer eigenen Kamera. Mit dieser Lochkamera wurde direkt auf Fotopapier belichtet, anschließend im Labor/Dunkelkammer entwickelt. Hierbei sind Fotogramme, Chemiegramme, Luminogramme und weitere abstrakte Fototechniken erkundet worden. Zudem wurden handgerfertigte Negative hergestellt und mit der historischen Technik des Cliché Verre beschäftigt. Das ist eine Technik, bei der in eine geschwärzte Platte hineingeritzt wird.

Grossformatkamera

Grundlegende Kenntnisse zur Handhabung und Bedienung der Großformatkamera wurden in Praxis und Theorie erarbeitet. Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit sind in vielen Übungen ins Blut übergegangen. Entstanden sind viele Portraits und Abbildungen von selbstgebauten Gegenständen im Studio und außerhalb der Schule. Die Fotos, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind Kombinationen aus verschiedenen Techniken und Arbeitsweisen, was das kreative und spielerische Potenzial der analogen Fototechniken unterstreicht.
Noch bis Mitte September.

DOTS
Weserstr. 191
12045 Berlin – Neukölln

Öffnungszeiten:

Mo – Fr: 8:30 – 18:00 Uhr
Sa – So: 9:30 – 19:00 Uhr

„Staatlich geprüft“ – Abschlusspräsentation Fotografie

Vernissage: Samstag, 24.06.17, 19:00 Uhr bis Sonntag, 02.07.2017
Projektraum – Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Eintritt: frei
Hier unterstützen und schöne Geschenke bekommen.
„staatlich geprüft“ auf Instagram.

 

„Slagman & Schwarzmann“

„Slagman & Schwarzmann“ mit Foto-Stipendium ausgezeichnet

 

Fotografie: Signaldienst, Division 4, Reinach, 1914-1918. Schweizer Bundesarchiv

Max Schwarzmann, Lette-Fotografie-Schüler/Abschluss 2017 und Julian Slagman von der Neuen Schule für Fotografie haben das Foto-Arbeitsstipendium 2017 des HAUS AM KLEISTPARK in Höhe von 3.000 Euro bekommen. Die Jury, bestehend aus Eric Aichinger, Barbara Esch Marowski, Anna Lehmann-Brauns und  Marc Volk haben aus 28 Bewerbungen die Fotografen als Stipendiaten 2016 ausgewählt.
Das Duo „Slagman und Schwarzmann“ überzeugte die Jury mit der Idee, eine Brieftaube mit einer Minikamera auszustatten, um die Grundlage für eine randomisierte fotografische Vermessung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg zu schaffen und an den so festgelegten Referenzpunkten selbst zu fotografieren. Die Jury würdigt den humorvoll-skeptischen Blick auf die Wissenschaft sowie die Hinterfragung des dokumentarischen Charakters von Fotografie. Zugleich freut sie sich über den Regionalbezug und möchte mit der Verleihung des Stipendiums besonders den bildanalytischen Ansatz des Projekts anerkennen.
In ihrem Projekt werden die beiden Fotografen den Bezirk  stückweise kartographieren und sich so indirekt mit der dokumentarischen Objektivität von historischen Archiven auseinandersetzen.