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Brandneu: Q & A – Videos mit unseren Schüler*innen

Unsere Schüler*innen im dritten Ausbildungsjahr Grafikdesign haben diese Videos als Unterrichtsprojekt angefertigt. Die Menschen, die hier zu sehen sind, sind unsere Schülerinnen und Schüler aus unseren Ausbildungsgängen. In alphabetischer Reihenfolge.

 

Bestanden: Neue PTA für den Berliner Arbeitsmarkt

Die Schüler*innen des Ausbildungsgangs PTA | Pharmazeutisch Technische Assistent*innen der Klassen 17 ABCD haben den zweiten und letzten Prüfungsabschnitt erfolgreich bestanden.

Damit hat der Lette Verein Berlin erneut über 30 neue Fachkräfte für den Berliner und bundesweiten Arbeitsmarkt professionell ausgebildet.

Bewerbungsschluss für den Ausbildungsbeginn August 2018 ist der 18.05.2018.

» Man spricht hier auf Augenhöhe «

© Ruprecht Stempell
© Ruprecht Stempell

Bettina Fichtner ist seit Frühjahr 2018 neue Deutschlehrerin im Lette Verein Berlin und unterrichtet in den Ausbildungsgängen Ernährung und Versorgung, Metallographie, PTA und in den Willkommensklassen.

 

 

 

Wie ist Ihre Bilanz nach rund zwei Monaten im Lette Verein?

Ich empfinde es hier als sehr, sehr angenehm. Schon der Einstieg war besonders, weil es eine richtige Einarbeitung gab. Es ist toll, hier zu arbeiten, weil es überwiegend kleine Gruppen mit maximal 25 Schüler*innen sind, die ich unterrichte. So kann ich mich intensiver mit den individuellen Anforderungen beschäftigen. Eine spannende Besonderheit ist der Unterricht in den Willkommensklassen. Manche Schülerinnen müssen zunächst einmal die Buchstaben neu lernen. Ich habe großen Respekt davor, denn ich stelle mir vor, wie schwer es für mich wäre, zum Beispiel die Zeichen der persischen Sprache Farsi zu lernen.

Was reizt Sie an der Aufgabe, Deutsch zu unterrichten?

Es ist eine bereichernde Erfahrung, mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten und sie auf dem Weg in die berufliche Zukunft zu unterstützen. Sprache ist ein hohes Gut, das die gesellschaftliche Position auch in beruflicher Hinsicht stärkt. Wenn man sie beherrscht, öffnet das viele Türen. Manche junge Menschen haben damit Schwierigkeiten. Ihnen dabei zu helfen, sich zu verbessern, macht mir Spaß.

Wie empfinden Sie die Atmosphäre im Lette Verein Berlin?

Die Kommunikationskultur gefällt mir hier sehr  gut. Egal, ob von Kolleg*in zu Kollege*in oder zu den Abteilungsleitungen, der Direktion oder der Schulleitung und auch die Kommunikation mit den Schüler*innen: Man spricht  auf Augenhöhe und der Umgang miteinander ist von großer Wertschätzung  geprägt.

Welche besondere Situation gab es für Sie in den ersten Wochen?

Im Ausbildungsgang Metallographie behandelten wir einen Text, in dem es um einen inneren Monolog einer Frau in einer Beziehungskrise ging. Textinterpretation. Ein bis dahin von mir als eher zurückhaltend wahrgenommener Schüler blühte förmlich auf. » Jetzt kann ich richtig nachvollziehen, was in der Frau los ist! «, rief er und war wie ausgewechselt. Die Beschäftigung mit dem Text hat ihm offenbar ganz neue Einblicke in die weibliche Psyche gegeben. Das war einer der für mich bisher stärksten Momente im Lette Verein.

 

 

Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) empfängt Angela Schulz (M.)  Neujahrsempfang im Schloss Bellevue, l. Elke Büdenbender, © Bundesregierung / Steffen Kugler

 

Dr. Angela Schulz war am 9. Januar 2018 zum traditionellen Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue eingeladen. Dr. Schulz ist Lehrerin im Ausbildungsgang PTA im Lette Verein Berlin. Die Einladung bekam sie als Dankeschön und Auszeichnung für ihr Engagement vor allem als ehrenamtliche Pharmazierätin für das Land Berlin.

In dieser Funktion führt sie seit 17 Jahren im Rahmen der Überwachung öffentlicher Apotheken Besichtigungen Berliner Apotheken durch.

Einmal jährlich werden die Länder vom Bundespräsidenten angeschrieben und dürfen Bürger*innen für den Neujahrsempfang vorschlagen.

„Aufgrund meiner langjährigen, ehrenamtlichen Mitarbeit wurde ich vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) vorgeschlagen und vom Bundespräsidenten ausgewählt“, so Dr. Schulz. Im Anschluss an den Empfang ging es zum gemeinsamen Mittagessen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau, Elke Büdenbender. „Ich bin sehr berührt, dass das Referat Apothekenwesen mein Engagement so sehr schätzt. Ins Schloss Bellevue eingeladen zu sein, das Kabinett von Angesicht zu Angesicht kennenlernen zu dürfen und mit dem Bundespräsidenten zu Mittag zu essen, ist eine einmalige Ehrung. Dafür bin ich sehr dankbar.“

 

MTA-Radiologie | MTA-Labor | PTA werden

Sie wollen eine entscheidende Rolle im Bereich Medizin übernehmen und Menschen helfen, wieder gesund zu werden? Dann bewerben Sie sich jetzt für eine Ausbildung als MTA-Radiologie, MTA-Labor oder PTA.  Mit einem monatlichen Beitrag von 95 Euro sind Sie dabei. Sollten Sie diese nicht aufbringen können: Finanzierungsfragen lösen wir gern mit Ihnen gemeinsam.

Alle Videos wurden im Unterricht von unseren Schülerinnen und Schülern aus den Ausbildungsgängen Fotografie und Grafikdesign produziert.

MTA-LABOR:

MTA-RADIOLOGIE:

PTA:

„Es zählt jedes Milligramm – alles andere wäre fatal“

Susanne Hafa ist neue Lehrerin im Ausbildungsgang Pharmazeutisch-Technische Assistent*innen/PTA, geboren in Rostock, Pharmazie-Studium FU-Berlin, mehrere Jahre Tätigkeit als Apothekerin, acht Jahre Qualitätssicherung in der Pharmaindustrie. Seit eineinhalb Jahren Honorarkraft im Lette Verein Berlin, seit Sommer 2017 Festanstellung. Fächer: Arzneimittelkunde, Medizinproduktekunde und chemisch-pharmazeutische Übungen.

Wie sind Sie zum Lette Verein Berlin gekommen?

Ich habe meine Ausbildung zur „Fachapothekerin für theoretische und praktische Ausbildung“ im Februar 2016 begonnen. Diese sieht vor, dass man Fachseminare absolviert und parallel unterrichtet. Für den praktischen Teil fand ich den Lette Verein sehr passend. Ich wollte unbedingt hier hin, da ich mich schon am Infotag  2015 umgesehen hatte und von den vielfältigen Ausbildungsangeboten beeindruckt war. Außerdem habe ich 2016 im 150. Jubiläumsjahr einige Veranstaltungen des Lette Vereins verfolgt. Die Ausstellung im Museum Ephraim-Palais „Berlin-Stadt der Frauen“, die Ausstellung zur Lette-Absolventin, der medizinischen Zeichnerin Lilly Ebstein und der Festakt im September mit Regierendem Bürgermeister: Das war schon was. Wer will da nicht dabei sein?!

Was macht das Lehren am Lette Verein Berlin so besonders?

Ich habe Klassen mit Menschen, die 17 bis 44 Jahre alt sind. Die Schüler*innen haben ganz unterschiedliche kulturelle Wurzeln. Durch diese Mischung entsteht eine spannende Dynamik im Klassenverband. Ältere Schüler*innen sagen den jüngeren mit ihrer Lebenserfahrung vor Prüfungen: „Mach Dich nicht verrückt.“

Was ist das Spezielle an PTA-Schüler*innen?

Ich erlebe sie als sehr zuverlässig, korrekt und zielstrebig. Aber das gehört wohl zum Wesen der PTA dazu: Wenn man nicht 100 % korrekt ist, hat man in der Ausbildung zu PTA nichts verloren. Es zählt jedes Milligramm. Alles andere wäre fatal. Schließlich geht es um Medikamente und Menschen. Deshalb ist auch das Beratungsgespräch in der Apotheke sehr wichtig. Das wird hier an einem echten Beratungstisch – wie in der Apotheke – geübt. Für die Beratung brauchen die Schüler*innen gute Menschenkenntnis, die Fähigkeit gut zuzuhören, Wissen über Arzneimittel und sie sollten komplizierte Sachverhalte einfach erklären können. Die soziale Kompetenz wird später auch in dem halbjährigen Pflichtpraktikum in der Apotheke geschult.

Was treibt Sie persönlich an?

In meinem Studium habe ich manchmal gedacht „Das könnte man auch besser machen“. Ich habe mich häufig gelangweilt. Ich hoffe, dass es mir jetzt selbst gelingt, auch schwierige Dinge so rüberzubringen, dass unsere Schüler*innen mit Spaß andocken können. Gerade so Fächer, wie Arzneimittelkunde: Da muss man nicht jede Nebenwirkung auswendig lernen. Wenn man zuvor das große Ganze verstanden hat, ist vieles ganz logisch. Ich habe letztes Jahr schon Medizinproduktekunde als Honorarkraft unterrichtet. Bei den mündlichen Prüfungen ist niemand aus zwei Klassen durchgefallen. Das hat mich sehr stolz gemacht.