GENLABOR

Das Genlabor im LETTE VEREIN BERLIN

Genlabor1_8Hier können Gäste des Lette Vereins gentechnische Experimente unter Anleitung selbst durchführen und die in der Genforschung benutzten Geräte kennen lernen. Die Versuche können auch von Ungeübten durchgeführt werden und sind so gestaltet, dass für die Teilnehmer kein gesundheitliches Risiko besteht.

Wer kann zum Experimentieren zu uns kommen?

Unser Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 – 13 sowie an interessierte Erwachsene.

Umfang und Dauer

  • Inhalt und zeitlichen Umfang der Kurse passen wir gern Ihren individuellen Bedürfnissen an. In der Regel dauert ein Kurs für Schulklassen ca. 4,5 Stunden und findet vormittags in der Zeit von 10.00 bis 14.30 Uhr statt.
  • Abendkurse für Erwachsene finden von 16.00 bis 20.00 Uhr statt.
  • Ganztageskurse oder längere Kurse in Rahmen von Projektwochen sind möglich.

Gruppengröße und Kosten

  • Die maximale Teilnehmerzahl pro Kurs liegt bei 18 Personen.
  • Es wird ein Unkostenbeitrag für Materialkosten von 11 € pro Person erhoben. Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl von 12 Personen beträgt die Kursgebühr 134 € pauschal.

Experiment 1: DNA-Isolierung aus Mundschleimhautzellen

Hier gibt es zwei Angebote:

1a: DNA-Isolierung “quick and dirty”
Mit einfachen Mitteln werden Mundschleimhautzellen gewonnen, die Erbsubstanz aus den Zellen herausgelöst und schließlich die DNA für das bloße Auge sichtbar gemacht. Die Kursteilnehmer können ihren „Lebensfaden“ mit nach Hause nehmen.

Dauer: ca. 1 Stunde
Anmeldung: Christiane Kasten, Telefon: 030- 21994-416

1b: DNA-Isolierung „high quality“
Mit Hilfe eines Wattetupfers werden Mundschleimhautzellen von den Innenseiten der Wangen abgelöst. Die DNA wird mittels Silica-Technik aus diesen Zellen isoliert und von störenden Substanzen wie Proteinen oder RNA gereinigt. Diese Technik ist die heute übliche Laborpraxis, um aus Zellmaterial (z.B. Schleimhautzellen, Blutzellen, Zellkulturen) DNA zu gewinnen. Die DNA-Präparation kann für nachfolgende Untersuchungen, wie z.B. die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks, eingesetzt werden.

Dauer: ca. 2 Stunden
Anmeldung: Christiane Kasten
Telefon: 030- 21994-416

Experiment 2: Simulation eines genetischen Fingerabdrucks

Mit Hilfe des Fingerprints können die Kursteilnehmer ein fiktives Verbrechen aufklären. Dazu werden DNA-Proben von Verdächtigen und vom Tatort zunächst mit Restriktionsenzymen behandelt. Restriktionsenzyme schneiden DNA an spezifischen Erkennungsstellen. Zerschneidet man menschliche DNA mit solchen Enzymen, erhält man Stücke (DNA-Fragmente), die sich in ihrer Länge von Mensch zu Mensch stark unterscheiden. Die DNA-Fragmente werden mit Hilfe einer Gelelektrophorese ihrer Größe nach aufgetrennt und sichtbar gemacht. Es entsteht ein für jede Person charakteristisches Bandenmuster – ähnlich wie ein Fingerabdruck. Stimmt das Bandenmuster der Tatort-DNA mit dem Muster eines der Verdächtigen überein, ist der Täter ermittelt. Der genetische Fingerabdruck wird nicht nur in der Kriminalistik genutzt, sondern wird z.B. auch bei Vaterschaftstests oder zur Diagnose von Erbkrankheiten eingesetzt.

Alle Fragen, die Sie nun nach dem Lesen dieses Textes haben, werden in dem Kurs beantwortet. Versprochen!

Dauer: ca. 2 Stunden
Anmeldung: Christiane Kasten
Telefon: 030- 21994-416

Das Genlabor befindet sich im Neubau, 2. Etage, Raum N 268.

Postanschrift

LETTE VEREIN BERLIN
Stiftung des öffentlichen Rechts
Genlabor
Viktoria-Luise-Platz 6
10777 Berlin

Anfahrt

  • U1, U2, U3 bis U-Bhf. Wittenbergplatz, ca. 10 min Fußweg via Ansbacher Str.
  • U9 bis U-Bhf. Spichernstraße, ca. 10 min Fußweg via Geisbergstraße
  • U4 bis U-Bhf. Viktoria-Luise-Platz

 

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