AUSBILDUNGSPLAN

So ist die Fotografie-Ausbildung im Lette Verein Berlin aufgebaut:

Die Ausbildung vermittelt im:

ersten Jahr eine gestalterische und technische Grundausbildung
zweiten Jahr eine vielseitige Fachausbildung
dritten Jahr die Entwicklung und Professionalisierung der persönlichen Bildsprache
Die Ausbildung fördert die Auseinandersetzung mit kulturellen und sozialen Sachverhalten und Ausdrucksformen, befähigt zum Finden eigenständiger visueller Umsetzungen, vermittelt handwerklich-technische Kenntnisse und Fertigkeiten und fördert, vor allem in der Projektarbeit, Methodenwissen, soziale Kompetenz, konzeptionelles Denken, selbständiges Planen und Vorgehen im Designprozess.

Hohlkehle/Fotostudio Fotografie im LETTE VEREIN BERLIN

Welche Unterrichtsfächer gibt es?

  • Fotografie-, Kunst- und Mediengeschichte
  • Bildgestaltung
  • Visuelle Kultur
  • Sozial- und Wirtschaftskunde
  • Fachenglisch
  • Kommunikationsdesign
  • Projektentwicklung Fotografie
  • Bildmedien Konzeption und Entwurf
  • Fotografieprojekte Raum
  • Fotografieprojekte Mensch
  • Fotografieprojekte Objekt
  • Fotografieprojekte Essay
  • Projektentwicklung Film und Multimedia
  • Digitale Medien Postproduktion
  • Digitale Medien CGI

 

36 Unterrichtsstunden pro Woche

Am Anfang der gestalterischen Arbeit steht die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema und seiner sichtbaren Präsenz. Aus der inhaltlichen Kenntnis und thematischen Durchdringung leitet sich die Visualisierung ab. In dieser Umsetzung von Inhalten entwickelt sich der persönliche Gestaltungsstil unter Beachtung des Kommunikanten. Insofern lässt sich nicht nur von der Übereinstimmung von Form und Inhalt sprechen, sondern davon, dass Design stets auch Kommentar zum Inhalt ist. Das heißt, ein Fotodesignerin und -designer ist stets auch Kommentatorin und Kommentator, eine Autorin und Auto, Inszenatorin und Inszenator oder Rhetorikerin und Rhetoriker.

In der Ausbildung werden nicht nur formalästhetische Gestaltungsregeln eingeübt, sondern vielmehr eine Grundhaltung, die die bewusste Auseinandersetzung mit Inhalt und Form und die persönliche Stellungnahme ermöglicht. Die Fotodesignerinnen und -designer entwickeln eine eigene Identität, die von einer gebildeten Persönlichkeit geprägt ist. Künstlerische und gestalterische Persönlichkeitsbildung, Nutzung von Freiräumen und die Herausforderung zum Widerspruch tragen dazu bei, dass die jungen Menschen die schwierige Gratwanderung zwischen experimentellem Erforschen visueller Ausdrucksmöglichkeiten und realitätsbezogenem Bearbeiten von Kommunikationsaufträgen erfolgreich einüben. Auf der Ebene der Form fördert die Ausbildung so die Fähigkeiten zur Entwicklung einer überzeugenden Bildsprache. Auf der inhaltlichen Ebene werden das konzeptionelle Denken und die Klarheit des Konzeptes eingeübt.

Auf der Ebene von Technik und Medien fördert die Ausbildung die Fähigkeit, ästhetisch-konzeptionelle Gestaltung und technisch-mediale Realisierung sinnvoll zu verbinden. Der Gegensatz von Kreation und Realisation, heute computerunterstützt, lässt sich produktiv wenden durch die Befragung von Sinn und Gebrauchsmöglichkeit der Technik. Gegenüber der Sinnarmut und kritiklosen Ausrichtung unserer Lebenswelt auf elektronische Medien kommt es gerade heute auf einen bedachten Umgang mit Technik und Medien an. Die Ausbildung vermittelt deshalb den praxisbezogenen und kritischen Umgang mit den technischen Realisierungsmitteln.

Noch Fragen?

Abteilungsleiter Frank Schumacher hilft Ihnen gern weiter.