Lette Verein Berlin mit Green Buddy Award 2018 ausgezeichnet

Der Lette Verein Berlin ist mit dem Green Buddy Award 2018 ausgezeichnet worden.  Die Schüler*innen aus dem Ausbildungsbereich für Ernährung und Versorgung haben für ihr Unterrichtsprojekt zur Einführung eines Lette-Mehrwegbechers in der Kategorie YOUNG GREEN BUDDY den Award bekommen.

Seit Anfang Mai 2018 gibt der Lette Verein Berlin in seiner Mensa ausschließlich Mehrwegbecher und Porzellantassen aus. Zuletzt wurden monatlich 2.500 Pappbecher ausgegeben.

 

 

Wie dieser Becher auf den Weg gebracht wurde, erfahren Sie hier in dem Video, das von Schüler*innen, Oksana Meister und Franziska Vehring im zweiten Ausbildungsjahr Fotografie produziert wurde.

 

Fotowettbewerb „The Beauty Of Science“

Das sind die drei Gewinner*innen im Lette-internen Wettbewerb zum Thema „THE BEAUTY OF SCIENCE“. Diese wurden im Rahmen der Berlin Foto Week und in Kooperation mit FOTO MEYER sowie SONY  ermittelt.

Platz 1:

Paulina Hildesheim für den Essay über das Länderinstitut für Bienenkunde

Begründung: Paulina Hildesheim erzählt ihre Geschichte auf eine sehr stille, subjektive Weise mit detailliertem Blick, fotografischer Genauigkeit und subtilem Humor. Sie hat sich einfühlsam und facettenreich in die Thematik eingearbeitet.

Platz 2:

Silas Bahr für die Arbeit „Planetenmaschinen“

Begründung: Silas Bahr führt uns in die kosmische Schönheit mit eindrucksvoller Farbigkeit, gestalterischer Präzision und verliert im unendlichen Raum nicht den Blick für entscheidende Details.

Platz 3:

Arthur Pohlit für die Arbeit „Mimikry“

Begründung: Arthur Pohlit betrachtet das Materialgefüge mit ästhetischem Blick. Für ihn ist es ein Sujet aus Struktur, Form und Farbigkeit und fürht diese sehr guten Einzelbildkompositionen sensibel zu einer harmonischen Reihe zusammen.

 

 

 

 

Die Teilnehmer*innen bekamen für ihre Beiträge von Foto Meyer die Sony Alpha 7rII mit einer Auswahl an Objektiven zur Verfügung gestellt. Es konnte eine freie Arbeit in den Bereichen Essay, Objekt und Bildmedien realisiert werden. Dotiert wurden die drei ersten Plätze mit 250, 150 und 100 Euro. Die Preisverleihung fand dann im Rahmen der Berlin Foto Week auf den Foto Meyer Fototagen am 13.10.2018 durch Dr. Vincent Meyer und Julia von Randow im Lette Verein Berlin statt.

 

 

vlnr.: Dr. Vincent Meyer, Julia von Randow, Arthur Pohlit, Marco Friedmann (Foto Meyer)
vlnr.: Dr. Vincent Meyer, Julia von Randow, Arthur Pohlit, Marco Friedmann (Foto Meyer)

Hier alle Wettbewerbsbeiträge ansehen:

 

 

Schepeler Lette Preis wird am 16. November vergeben

Bernhard Kessel neben der Büste von Anna Schepeler-Lette

Der Lette Verein Berlin vergibt am Freitag, dem 16. November 2018 den Schepeler Lette Preis gemeinsam mit dem Dachverband für Technolog*innen und Analytiker*innen in der Medizin Deutschland e.V. | dvta. Ausgezeichnet wird damit der beste Vortrag zum Thema „Molekularbiologische Methoden oder andere innovative Methoden in der Laboratoriumsdiagnostik“. An diesem Wettbewerb nehmen Schüler*innen in der Ausbildung zu Medizinisch-technischen Laborassistent*innen aus ganz Deutschland teil.

 

Übergeben wird der Preis von einem Nachfahren der ersten Schulleiterin im Lette Verein, Anna Schepeler-Lette, Bernhard Kessel. Herr Kessel hat bis zu seiner Rente als Sozialkunde-Lehrer in Berlin gearbeitet.

Jury:

  • FH-Prof. Dr. Marco Kachler, Studiengangsleitung Biomedizinische Analytik, FH Kärnten
  • Sigrid Kersten, Leitende MTA, Centrumsleitung CC5, Charité Centrum für diagnostische und präventive Labormedizin, Labor Berlin
  • Sadaf Ahmadi, Schülerin im 6. Semester MTA-Labor, Lette Verein Berlin

Moderation:

Friedericke Klauk, Schülerin in der Ausbildung zum MTA-Labor, Lette Verein Berlin
Michaela Pröhl, Schülerin in der Ausbildung zum MTA-Labor, Lette Verein Berlin

Programm:

10:00 – 10:30         Impulsvortrag / Frau Kersten

10:30 – 10:45         DNA Mikroarray in der Zöliakie Diagnostik, Universitätsmedizin     Göttingen MTA Schule Labor

 

10:50 – 11:05: Syphilis interactiv: von der Symptomatik bis zur Diagnostik, Akademie der Gesundheit Campus Berlin-Buch, Schule für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz

11:10 – 11:25: EPEC, Methode heute und früher, Gefahren der Toxinbildung, Lette Verein Berlin, MTA-Schule  | Labor

11:30 – 11:45: Immuno PCR: Eine extem sensitive Methode zum Antigennachweis, MTA-Schule des Bildungszentrums des Klinikum Fulda

11:50 – 12:45     Pause / Mensa

12:45 – 13:00: Molekularbiologische Methoden in der Laboratoriumsdiagnostik, Automatisierte Multiplex Real Time PCR, Akademie des Klinikums Osnabrück Fachbereich MTLA-Ausbildung

13:05 – 13:20: „Mordfall in der Villa Bergmann durch genetischen Fingerabdruck aufgedeckt“ Gesundheitsakademie Ernst von Bergmann, Potsdam

13:25 – 13:40: Bedeutung der PCR bei der Transplantation allogener Stammzellen, Staatl. Anerkannte Schule für Med-techn.- Laborassistent*innen am
Städt. Klinikum Karlsruhe gGmbH

13:45 – 14:00: Sherlock- der neue Held der Virusdiagnostik, Lette Verein Berlin, MTA-Schule | Labor

14:00 – 15:00: Besichtigung der Labore der MTA-Labor incl. der Molekularbiologie

Get together der MTL- Schüler*innen

15:00 – 15:15: Preisverleihung

Lette Verein Berlin in „BABYLON BERLIN“

In der Tom Tykwer-Serie BABYLON BERLIN von ARD und SKY spielt der Lette Verein Berlin eine maßgebliche Rolle. Die Kostüme der männlichen Hauptdarsteller, wie Peter Kurth, Volker Bruch, Lars Eidinger und Matthias Brand sind ausschließlich von Lette-Modedesign-Absolvent*innen verschiedener Generationen unter Anleitung von Christian Kratzert angefertigt worden. Kratzert selbst hat im Lette Verein Berlin seine Ausbildung als Modedesigner 1981 abgeschlossen. Inzwischen wird an den Kostümen für die nächste Staffel gearbeitet.

vlnr: Sascha Johrden, Henrieke Mielke, Dana Guerra, Leonie Grebe und Christian Kratzert

 

 

Ausstellung „Was ist Demokratie?“

Mit der Fragestellung des Wettbewerbs „Was ist Demokratie?” haben sich im Sommersemester 2018 Schülerinnen und Schüler des 4. Semesters der Ausbildungsrichtung Fotografie am Lette Verein Berlin auf eine fotografische Spurensuche begeben.

 

 

 

 

Demokratie, unsere Gegenwart. Demokratie, ein poröses Konstrukt. Demokratie, als Bestandteil einer freien und offenen Gesellschaft. Demokratie, und in Zukunft?

Die sechsköpfige Jury, bestehend aus Ralf Wieland / Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Cornelia Seibeld / Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin, Katia Reich / Galerie Loock, Michael Biedowicz / ZEIT Magazin, Sara-Lena Maierhofer / Bildende Künstlerin und Frank Schumacher / Lette Verein Berlin, hat im September neun Beiträge für diese Ausstellung ausgewählt und aus diesen drei Preisträger/-innen ermittelt.

Gemeinsam haben die neun angehenden Fotografinnen und Fotografen ihre entstandenen Projekte zusammengestellt und zeigen die Bilder in einer korrespondierenden Installation. Eine nonlineare fragmentarische Erzählung mit dokumentarischen Stilmitteln, inszenierten Momenten und einer abstrakten Reaktion als mögliche Antworten auf die Ausgangsfrage.

Vernissage: Mittwoch, 21. November 2018, um 18:00 Uhr in die Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin

Anmeldung erbeten an: oeffentlichkeitsarbeit@parlament-berlin.de

Die Ausstellung ist ab 22. November 2018 im 1. und 2. Obergeschoss des Abgeordnetenhauses von Berlin zu besichtigen.

Die Preise für den internen Wettbewerb wurden gestiftet von:

Nikon, Dedolight und Epson

 

Lernen ist Handarbeit: „Oh, ich kann ja doch ein Pferd.“

Julia von Randow ist Diplom-Grafikdesignerin (UDK) und seit 2008 stellvertretende Leiterin der sieben Schulen im Lette Verein Berlin. Sie brennt für die Handwerklichkeit, die im Lette Verein einen großen Stellenwert einnimmt. Wer sie dieser Tage beobachtet, kommt zu dem eindeutigen Schluss: „Sie denkt mit dem Stift. Ja. Sie denkt eindeutig mit dem Stift!“ Wie ist das zu verstehen?

 

 

JvR: Das ist ganz einfach. Das mit der Hand gemachte verknüpft sich optimal mit unserem Gehirn. Lernen ist Handarbeit. Wenn ich einen Stift in die Hand nehme und einen Lernprozess auf ein Flipchart oder eine Tafel schreibe, bleibt es langfristig in Erinnerung. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Es ist anders als das Schreiben am Computer. Tasten tippen hinterlässt keine Spuren im Gehirn. Das mit der Hand geschriebene verstetigt sich. Und wenn ich mich dabei noch bewege und aufstehe, um durch den Raum zum Flipchart zu gehen wird die Vernetzung der Synapsen im Gehirn weiter begünstigt.

Warum ist die Visualisierung im Schulkontext wichtig?

Visualisierung auf Flipcharts hilft beim Lernen. Sie ist handgemacht und partizipativ. Alle machen mit. Alle können gleichzeitig den Entstehungsprozess erleben und auf Charts sukzessiv verfolgen. Es ermutigt darüber hinaus unsere Schüler*innen, selbst den Stift in die Hand zu nehmen. Sie lernen „Schreib-Denken“. Mit der Visualisierung lässt sich die Gleichzeitigkeit komplexer Zusammenhänge darstellen. Eine Powerpoint-Präsentation hingegen ist immer linear und sie behauptet, dass alles genau so ist, wie es da steht. Das gedruckte Wort hat den Anspruch von Wahrheit. Darum glauben die Menschen häufig auch den größten Quatsch, den sie im Internet lesen, weil es da in Druckbuchstaben auf einer Website steht.

Die Visualisierung arbeitet viel mit Bildern und Symbolen. Das klingt nach einer Vereinfachung von komplexen Sachverhalten.

 

 

Ja, diese Koplexitätsreduktion schafft Kohärenz im Gehirn. Damit wird Lernen auf die beste Art angeregt. Komplexe Sachverhalte werden verständlich gemacht. Das ist dann wieder das „Denken mit dem Stift“, eine individuelle Kulturtechnik, die gut lesbar und verständlich über Symbole und Metaphern komplexe Sachverhalte im Gehirn verankert. Und jeder kennt es: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist das Foto von Willy Brandt und seinem Kniefall von Warschau von 1970.

Handgemachte Visualisierung spricht gegen den Trend der zunehmenden Digitalisierung.

Die Wahrheit liegt – wie immer – irgendwo in der Mitte. Beides hat seine Berechtigung und die Arbeit mit Stift und Flip-Chart hat einen immensen Vorteil: Ich bin von technischen Geräten unabhängig. Kein Strom. Kein Computer. Kein Beamer. Erst wenn das Flipchart fertig ist, kommt das Digitale: Unsere Schüler*innen machen ein Smartphone-Foto, um es später wieder aufrufen zu können. Ein wirklich gelungener Zufall ist, dass Smartphones in der Regel das gleiche Format haben, wie so eine Seite vom Flipchart.

 

Als Grafikdesignerin haben Sie sicher schon immer mit der Hand den Unterricht dokumentiert.

Ich liebe Tafelbilder! Das ist etwas ganz wunderbares. Einziger Nachteil ist, dass man es nicht einfach zusammenrollen kann. Das Chart kann ich in der nächsten Stunde wieder herausholen.

Ihren Kolleg*innen – auch aus der Verwaltung – können bei Ihnen die Visualisierungstechnik lernen. Wie kommt das an?

Ich hatte einen Probekurs im Lette Verein für eine ausgewählte Gruppe von Abteilungsleitungen. Danach hat sich herumgesprochen, dass es Spaß macht und leicht umzusetzen ist. Seitdem haben schon mindestens 50 Personen das Visualisieren bei mir hier im Haus gelernt. Die Lehrkräfte wenden es in allen Abteilungen im Unterricht an. Im Matheunterricht, im Berufsqualifizierenden Lehrgang oder auch in unseren Willkommensklassen. Wenn dort Rezepte ausprobiert werden, wird visualisiert. Die meisten Kolleg*innen sagen vor der Schulung „Oh. Ich kann ja gar nicht zeichnen.“ Am Ende sind sie erstaunt, dass sie es doch können. Der schönste Satz in diesem Zusammenhang war: „Nee. Ich kann kein Pferd. (zwei Stunden später) … Oh! Ich kann ja doch ein Pferd.“ Man lernt, es macht Spaß, ist lustvoll und die Ergebnisse sind ansehnlich. Was will man mehr?

Sie möchten, dass  Julia von Randow Ihnen das Visualisieren beibringt?
Dann hier klicken.

Eine Liebe – Viele Visualisierungen

 

 

 

Häagen Dazs goes Fashion with Lette

Während der Berlin Fashion Week im Juli 2018 konnten drei angehende Modedesigner*innen vom Lette Verein Berlin ihr Können bei dem Projekt „48 hour collection“ unter Beweis stellen: Jihon Ko, Emely Otto und Ilona Schmidt aus dem ersten Ausbildungsjahr waren die Finalisten eines vom Eishersteller Häagen Dazs ausgelobeten Wettbewerbs. Dieser wurde in Kooperation mit der Zeitschrift InStyle und exklusiv mit dem Ausbildungsgang Modedesign im Lette Verein durchgeführt. Daran teilgenommen haben insgesamt 30 Modeschüler*innen.

Die Aufgabe war, ein Outfit zu entwerfen und in zwei Tagen live auf der Fashion Week vor Publikum anzufertigen. Der Look sollte das Packaging der erst 2019 auf den Markt kommenden Eiscreme-Sorte „Peanut Butter Crunch“ in einem jungen, urbanen, streetwear-igen Outfit widerspiegeln. In der „InStyle Lounge“ am Humboldt Forum baute die Firma Häagen Dazs dafür eigens eine kleine Nähwerkstatt auf. Hier fertigten die drei Jungdesigner*innen am 4. und 5. Juli im Rahmen der Fashion Week ihre Outfits und wurden dabei von einer internationalen Fashion Crowd, bestehend aus Einkäufern, Bloggern und Influencern, beobachtet.

Jihun Ko ist der Gewinner mit seinem sportlich-innovativen Zweiteiler. Er erhielt von der Chefredakteurin der InStyle einen Scheck über 2.500 Euro und wird demnächst mit seinem Outfit im Magazin InStyle vorgestellt. Emely Otto als Zweit- und Ilona Schmidt als Drittplatzierte bekamen ebenfalls ein Preisgeld in Höhe von 1.500 bzw. 1.000 Euro.

Häagen Dazs hat inzwischen die Fortsetzung einer Kooperation mit dem Lette Verein in Aussicht gestellt.

 

Lette-Absolvent produziert „KissesFromEarth“

Costello Pilsner hat 2017 im Lette Verein Berlin seine Ausbildung als Fotograf erfolgreich abgeschlossen. Der 27-jährige hat seitdem viele Länder bereist und ist nun entschlossen, ein weltumspannendes Filmprojekt gegen Rassismus zu starten. „KissesFromEarth“ soll Menschen aus 194 Ländern portraitieren. Wozu soll das gut sein?

CP: Wir denken, dass Vorurteile zum großen Teil auf Unwissenheit beruhen. Die Videoportraits sollen eine Art der Begegnung darstellen. Durch die Videoaufnahmen und Interviews wollen wir die Ängste und das Glück der verschiedenen Menschen offen legen und somit die Weltbürger einander näher bringen.

LVB: Warum die Zahl 194?
Weil es 193 Mitgliedsländer in der UNO gibt. Darüber hinaus gibt es aber noch einige Länder, die unabhängig agieren, aber nicht als eigenständig anerkannt werden. Das 194-zigste Land soll symbolisch für all diese stehen. Also 194 Vorurteile, die es niederzureißen gilt.

Warum der Titel „KissesFromEarth“?
Die Erde ist gespalten in eben diese 194 Länder. Normalerweise würde man sagen: „Ich sende euch Küsse aus Deutschland“. Wenn es aber keine länderspezifischen Grenzen gäbe und keine Nationen, dann würde man sagen: „Ich sende euch Küsse von der Erde“.

Was ist das Ziel dieser filmischen Aktion?
Das große Ziel ist, Rassismus zu bekämpfen und sich für gegenseitige Toleranz einzusetzen. Das wollen wir dadurch erreichen, dass wir immer einen Menschen aus jedem der 194 Länder in einem Video portraitieren. Von jeder dieser Personen wird somit eine ca. 20-25 minütige Dokumentation entstehen. Wir erhoffen uns durch eben diesen Einblick in das Leben einer Person, stereotype Vorurteile abbauen zu können.

 

Sarah Hager

Was treibt Dich an?
Meine an diesem Filmprojekt beteiligte Freundin Sarah und ich waren bisher in rund 45 Ländern. Wir haben überwiegend gute Erfahrungen mit den einheimischen Menschen gemacht. Leider haben viele aber auch durchblicken lassen, dass wir als „Deutsche“ willkommene Gäste sind, dieses aber für einige Menschen anderer Herkunft nicht gilt. Wenn jemand rassistische Gedanken gegen andere Personen hegt, kann es niemals zu  emotionalen Auseinandersetzungen kommen, da Ängste vor dem Ungewissen Keile zwischen Menschen treiben können. Diesem Ungewissen werden wir versuchen, durch „KissesFromEarth“ Gewissheit weichen zu lassen.

 

Wann und wo sollen die fertigen Filme veröffentlicht werden?
Unser Anliegen ist es, sie so weit wie nur möglich zu verbreiten. Das schließt alle Social-Media-Kanäle mit ein. Vielleicht findet sich ja später auch noch ein Streaming-Dienst oder Fernsehsender, der an der Idee Gefallen findet.

Böse Zungen könnten auch meinen, dass Ihr Euch mit dem Projekt eine schöne Weltreise finanzieren wollt. Was entgegnest Du?
Bei unserem Crowdfunding auf Kickstarter kann man eine Auflistung der Kosten für die erste Produktion sehen. Ich glaube, die Arbeitszeit, die wir unbezahlt in das Projekt stecken werden, übersteigt die Vorstellungskraft der meisten Menschen. Davon abgesehen haben wir bereits fast 20.000 Euro in Equipment gesteckt, wovon alleine schon eine low-budget Weltreise möglich gewesen wäre. Und es wird immer wieder etwas dazu kommen. Ich denke jeder wird verstehen, dass auch wir Unterkunft und Essen brauchen. (lacht) Und schließlich werden wir mit diesem Projekt hoffentlich eine Bande aus Gefühlen und Anteilnahme zwischen Zuschauern und Protagonisten herstellen. Dafür allein lohnt sich der Aufwand aus unserer Sicht.

Aus rechtlichen Gründen verweisen wir als Stiftung des öffentlichen Rechts ohne direkte Verlinkung auf die Website: kissesfromearth.com. Dort gibt es weitere Informationen zu dem Projekt und den Link zum Crowdfunding.

 

„Müssen wir heute Fotografie noch ausbilden? Ja!“

Frank Schumacher ist Leiter der Abteilung Fotografie am Lette Verein Berlin. Jetzt hat er die provokante Frage, ob man heute überhaupt noch Fotografie ausbilden muss, klar mit „JA!“ beantwortet. Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Interview mit dem Fachmagazin PHOTONEWS von Juni 2018:

Anna Gripp/PHOTONEWS: Du hast als Student und Professor Erfahrung an Hochschulen sammeln können. Was hat Dich an einer Berufsfachschule wie dem Lette-Verein gereizt?

Frank Schumacher: Die Vielgestaltigkeit. Anders als an den meisten Hochschulen mit einzelnen Klassen oder Stilrichtungen ist die Ausbildung hier vergleichsweise breit aufgestellt. Die Ausbildung ist erst einmal handwerklich orientiert und hat sich durch das dritte Jahr seit den 90er Jahren geöffnet in Richtung freies und konzeptuelles Arbeiten im Designprozess. Ich fand, darin liegt ein gewisses Potential und es ist auch gut, dass diese Ausbildung nach drei Jahren beendet ist. Auch wenn viele Studiengänge aufgrund der Umstellung auf Bachelor und Master wesentlich schulischer geworden sind, kann man sich im Studium verlieren. Hier muss man in der Regel in drei Jahren mit allem durch sein. Gerade dieses andere System hat mich zunächst gereizt, wobei ich auch Elemente aus meiner Hochschulerfahrung mit einbringen wollte, um zu sehen, wie man aus beiden Systemen das Beste unter den gegebenen Rahmenbedingungen herausholen kann.

Und ist das gelungen? Seit letztem Jahr wurde die Fotografie-Ausbildung ja nochmals verändert.

Das war ein Prozess, ein Bohren harter Bretter. Seitdem ich hier tätig bin, habe ich immer wieder kleine Dinge verändert. Zum Beispiel ein zusätzliches Fach eingeführt, so dass Schüler eine freie Arbeit innerhalb eines fotografischen Sujets umsetzen konnten. Dann kam Visuelle Kultur als Theoriefach hinzu, um der Auseinandersetzung mit Fotografie und Filmtheorie eine Plattform für den Diskurs zu ermöglichen. Und zusätzlich zu ihrem Hauptfach Fotografie-, Kunst und Mediengeschichte lehrt Dr. Katharina Hausel seit einigen Jahren auch das Fach Bildgestaltung in der Theorie. Die handwerkliche Ebene sollte als Schwerpunkt bleiben, aber gestalterische Parameter, Theorie, Konzeption und berufsspezifische Qualifikationen zur Ausbildung einer Fotografenpersönlichkeit gestärkt werden. Unsere Absolventen sollten verstärkt in der Lage sein, eigenständig konzeptionell zu arbeiten, auch im angewandten Bereich. Ich denke das ist heute sehr wichtig. Insbesondere im Kontext der Digitalisierung der Fotografie in Produktion und Distribution reicht es nicht mehr aus, alleine die Technik gut zu beherrschen.

Hier lesen Sie das ganze Interview, das uns freundlicher Weise vom Fachmagazin Photonews für unsere Homepage zur Verfügung gestellt wurde: Photonews_Interview_Schumacher

 

 

Lette Verein Berlin startet mit vollen Klassen

Das Interesse an der Berufsausbildungsstätte ist ungebrochen

„Wir freuen uns sehr“, so der Leiter der sieben Schulen mit rund 800 Schüler*innen im Lette Verein Berlin, Norbert Forstmann. „Die zehn Berufe, die wir ausbilden sind bei jungen Menschen sehr gefragt. Zum Beginn des Schuljahres sind unsere neuen Klassen voll. Lediglich für die Ausbildung zu Assistent*innen für Ernährung und Versorgung sowie für die Weiterbildung zu Betriebswirt*innen mit der Möglichkeit zum Erwerb des Ausbilderscheines können noch Interessent*innen aufgenommen werden.

Es stehen vor allem die Angebote der drei Schulen des Gesundheitswesens sowie traditionell die der Berufsfachschule für Design im Fokus. Offenbar hat sich bei vielen jungen Menschen der hohe Wert einer soliden Berufsausbildung wieder etwas mehr herumgesprochen. Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir hier alle Labore und Werkstätten unter einem Dach haben. Die Lehrkräfte aus Theorie und Praxis arbeiten in einem engen Austausch zusammen. So können sie sich in intensiver Absprache über den Leistungsstand und die individuellen Bedarfe der Schüler*innen beraten. Das macht den Lette Verein Berlin besonders.“

Die vollständige Pressemitteilung zum Download:
2018_Schulbeginn_Sommerferien