Unsere neue Mensa

Nach rund drei Jahren Planung und einer konkreten Umbauphase im Oktober 2019, konnte nun unsere Mensa im neuen Licht erstrahlen. So gibt es jetzt eine elegant beleuchtete Ausgabe, an der sich alle Gäste selbst bedienen können. Gemüse, Beilagen, Fisch und Fleich sind frei wählbar. Elektronisches Bezahlen an der Kasse ist damnächst auch möglich. Hinzu kommt, dass durch die Verkürzung der Theke mehr Raum zum Verweilen entstanden ist.

Gleichzeitig wurde das Angebot auf annähernd 70 % vegetarisches Essen erhöht. Das verarbeitete Fleisch kommt aus der Region und Deutschland.

 

Möglich gemacht wurde die Modernisierung mit Mitteln des Landes Berlin.

 

Hier eine kleine Entstehungsgeschichte:

 

Auszeichnung für »Sehr gute biologische berufliche Bildung«

Gabriele Otto, Abteilungsleiterin Chemie-Biologie
Gabriele Otto, Abteilungsleiterin Chemie-Biologie

Der Ausbildungsgang für Technische Assistentinnen und Assistenten für chemische und biologische Laboratorien (CBTA) im Lette Verein Berlin ist ausgezeichnet.

Er wird für die Durchführung einer „sehr guten biologischen​ Bildung“ mit dem Siegel B4.0 in Silber prämiert.  Eine Fachkommission vom VBTA e.V. | Verband Biologisch-technischer Assistenten und VBio | Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschlan  hat die Ausbildung in verschiedenen Kategorien begutachtet und bewertet. im Fokus standen dabei z.B. Unterrichtsinhalte, Größe der Laborpraxisgruppen, Laborausstattung und Kooperationen.

Der Berufsverband der Biologisch-technischen Assistenten hat erstmalig in diesem Jahr das Siegel B4.0 deutschlandweit an Ausbildungseinrichtungen vergeben, die vollschulische berufliche Assistentenausbildungen in den Bereichen Biologie, Biotechnologie und Life Science anbieten.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist vor allem eine Wertschätzung für unsere Abteilung mit allen Lehrkräften und Technischen Assistentinnen, die sich täglich für unsere Schülerinnen und Schüler engagieren. Sie zeigt aber auch die besondere Qualität unserer CBTAs, die als gut ausgebildete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt ihren weiteren Weg gehen werden“, so Abteilungsleiterin Gabriele Otto.

Zum Glück haben wir Glück | Lebensfreude als Unterricht

Seit Sommer 2019 unterrichtet der Leiter der sieben Schulen im Lette Verein Berlin, Norbert Forstmann, das Fach Glück. Dahinter steht eine bundesweite Initiative, die auf eine Idee von Dr. Ernst Fritz-Schubert zurückzuführen ist. Er hat das sogenannte Schulfach Glück erarbeitet und entwickelt. Unterrichtet wird das Fach nun erstmals im Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation. Was soll das?

 

 

Forstmann:
Die Idee und die Inhalte des bundesweiten Pilotprojekts Glück haben mich angesprochen, denn schon lange habe ich mich gefragt, wie wir als Lette Verein die Persönlichkeits­entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler über das bereits vorhandene Maß anregen und fördern können. Der Glücksunterricht stellt hierfür ein überzeugendes Konzept mit neuen Inhalten und Methoden zur Verfügung, wobei die einzelne Person in den Mittelpunkt gestellt wird.

Was ist der Vorteil?

Es ist gut zu wissen, was man braucht, wer man ist, was man kann und was man will. Unter dem Lernziel Wohlbefinden wird im Glücksunterricht daran gearbeitet, gesund und glücklich zu leben. Dabei werden Faktoren wie Autonomie, Sinn, positive Beziehungen, Selbstakzeptanz, Umweltbewältigung und persönliche Entwicklung berücksichtigt.
Große Überschrift: Mehr Lebensfreude, mehr Selbstbewusstsein.

Was ist im Unterricht anders?

Im Gegensatz zu den anderen Schulfächern sind im »Schulfach Glück« die Schülerinnen und Schüler für die Lerninhalte zuständig und nicht die Lehrkraft. Die Lehrkraft übernimmt die Verantwortung für den methodischen Rahmen und den Prozess, aber nicht für das Ergebnis. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, ob und in welcher Intensität sie sich auf die angebotenen Lerninhalte einlassen. Dabei wird keine Leistung eingefordert. „Ich bin o.k. Du bist o.k.“ ist dabei eine wichtige Grundhaltung der Lehrkraft.

Wie sieht der Unterricht aus?

Es findet kein Frontalunterricht statt. Die Schülerinnen und Schüler sitzen oft im Stuhlkreis oder bewegen sich im Raum. Der Unterricht wird mit einem spielerischen „Energizer“ eröffnet, um das Gruppengefühl zu stärken und die Konzentration ritualisiert auf das Fach Glück zu lenken. Die Reflexion der letzten Glücksstunde mithilfe eines Glückshefts und bisheriger Erfahrungen leiten zum neuen Thema hin. Es folgt ein passendes Lernarrangement, welches den Schülerinnen und Schüler ein Angebot zur Selbsterfahrung macht. Das Lernarrangement wird durch eine anschließende Reflexion nachbereitet.

Heißt?

Zum Stundenabschluss und ggf. auch zu Hause beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den folgenden Fragen: 1. Was haben wir heute gemacht? Beschreibe die Übungen und Spiele mit eigenen Worten. 2. Wie hast du dich dabei gefühlt? Was hast du bei den anderen beobachtet? 3. Wie kann man das Gelernte im Alltag verwenden? Wofür könnte das nützlich sein?

Ein Beispiel bitte.

Eine der Übungen, die ich bereits eingesetzt habe, ist eine Art Toleranz- oder Ausdauerübung. Also: „Schauen Sie Ihrem Gegenüber eine Minute lang wohlwollend in die Augen.“ Da gibt es solche, die das gut können. Dann gibt es andere, die das ablehnen und sofort aussteigen. Hier greift dann das Prinzip der Freiwilligkeit als ein weiterer Grundsatz des Glücksunterrichts: Jede Schülerin bzw. jeder Schüler darf sich aus einer Übung rausnehmen, wenn er oder sie sich bei der Teilnahme nicht wohlfühlt. Stattdessen übernimmt diese Person eine Beobachtungsaufgabe und gibt der Gruppe in der Reflexionsphase eine Rückmeldung aus der Perspektive der externen Beobachtung. Auf diese Weise wird die soziale Wahrnehmung geschult. Gleichzeitig ist das dann auch ein wertvoller Beitrag zum Unterricht. So besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler, die sich zuerst aufgrund ihrer persönlichen Befindlichkeit von den Übungen distanzierten und nur beobachteten, schon bald am Gemeinschaftserlebnis teilhaben möchten.

Was macht das mit den Schüler*innen?

Diese Situation ist aus meiner Sicht dafür geeignet, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung zu entwickeln und so den Selbstwert zu stärken: Es ist in Ordnung, dass ich so bin, wie ich bin. Ich bin die Person, die so etwas jetzt NICHT möchte. Wenn man so will, lernt man hier Abgrenzung, Haltung und „Nein sagen“ ohne Rechtfertigungszwang und kann dadurch die Freiheit und die Verantwortung für sich selbst entdecken. Vertraue Deinem Empfinden und lasse es zu.

Was macht diesen Unterricht notwendig?

Um Schülerinnen und Schüler auf ihr späteres persönliches und berufliches Leben möglichst gut vorzubereiten, steht die Schule vor der Aufgabe, sie auch in ihrer Persönlichkeit, ihrer Lebens- und Sozialkompetenzen zu fördern. Insbesondere durch die Digitalisierung, die damit verbundene Individualisierung und Anonymisierung führt zu einem Mangel an derartiger Kompetenz. Mit dem Unterrichtsfach Glück wird das Ziel verfolgt, aus jungen Menschen zufriedene und selbstsichere Menschen zu machen, die auf der Grundlage des eigenen Wohlbefindens sich selbst, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft gut tun.

Fotografie | Grafik – | Modedesign: 2020 starten

Sie möchten eine Ausbildung in den Bereichen Fotografie, Grafikdesign oder Modedesign starten?
Dann bereiten Sie sich jetzt schon in unseren Kursen der Lette-Akademie auf das Aufnahmeverfahren vor. Im Frühjahr 2020 finden die nächsten Auswahlrunden für die Aufnahme in unseren drei Design-Ausbildungsgängen statt.
Zuvor müssen Sie eine Hausaufgabe bearbeiten und eine Mappe einreichen. Wie das genau abläuft, erfahren Sie hier:

Fotografie

Grafikdesign

Modedesign

 

 

 

 

„447THz“ – Fotoausstellung

Am Freitag, dem 25.10.2019 eröffnen Schüler*innen in der Ausbildung Fotografie ihre Ausstellung mit dem Titel 447THz. Sie zeigt 14 Arbeiten aus dem zweiten Ausbildungsjahr. Zentrales Thema ist die Farbe Rot.

 


Vernissage: 

19:00 Uhr im Café Lux in der Herrfurthstraße 9, 12049 Berlin.
Bis 02.01.2020

 

 

Mit Arbeiten von diesen Fotografinnen und Fotografen:

Suzanne Caroline @suzannecaroline_
Andressa Clemente @andressa046

Jule Fechner @julefechner
Frauke Joana @fraukejoana
Lena Laine @lena.m.laine
Niko Damian Lenz @nicodamianlenz
Frederick Martini @frede_martini
Isabelle Östlund @isabelleostlund
Joana Pratschke @joanapratschke
Juan Camilo Roa @juancamiloberlin
Kim-Lena Sahin @kimlenas
Guinevere Scheepstra @guinevere_s
Larissa Schieberl @schiebska
Eric Terrey @2.8frames
Katrin Theissen @katrinthn

Sanierung abgeschlossen – Hauptportal in alter Pracht

Nach langer Bauzeit, sorgfältiger Planung und in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ist nun der Balkon über dem Haupteingang am Viktoria-Luise-Platz wieder in bestem Zustand. Bereits im Sommer 2018 wurden die ersten Vorbereitungen für die Sanierung getroffen. Jetzt wurden Teile der historischen Balustrade so aufgearbeitet, dass sie mit originalgetreu nachgefertigten Elementen ergänzt werden konnten. Zum Schutz vor Wasser wurden zusätzlich neue Metallplatten oben aufgesetzt.

Der hinter dem historischen Balkon liegende Unterrichtsraum konnte bereits mit dem Beginn des neuen Schuljahres wieder in die Planung einbezogen werden.

 

Die Arbeiten wurden u.a. durch die Firma Schulz Naturstein ausgeführt. Das besondere hier: Vater Jan Beutel arbeitete mit seinem Sohn Arne gemeinsam an diesem Projekt.

Hier sehen Sie ausgewählte Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung:

 

 

Oderbruch: »Räume« – Fotoausstellung im Schloss Neuhardenberg

Foto: Mark Prathep

Mit der Ausstellung ODERBRUCH: RÄUME präsentiert die Stiftung Schloss Neuhardenberg Arbeiten von Schülerinnen und Schülern des Ausbildungsganges Fotografie im Lette Verein Berlin. Die Fotos entstanden im Rahmen einer Exkursion ins Oderbruch im Mai 2019.
Praktische Module wie diese Exkursion zum Thema RAUM sind Teil der dreijährigen Ausbildung. Von den vielfältigen Reizen des Oderbruchs zeigen sich die jungen Fotografinnen und Fotografen unterschiedlich inspiriert. Feldstudien, Landschaftspanoramen bis hin zu inszenierter Modefotografie vor improvisierten Kulissen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit der Landschaft des östlichen Brandenburg.
Vom hektischen Stadtleben in die entschleunigte Provinz katapultieirt, vollziehen die angehenden Fotografinennen und Fotografen einen radikalen Perspektivwechsel. Wie sie mit dieser Herausforderung umgehen, reflektieren die Bilder, die in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften Silke Spiegel und Rainer Schwesig entstanden sind.

Termin:

14.09. – 08.12.2019

Schloss Neuhardenberg, Foyer Großer Saal
15320 Neuhardenberg

Mit arbeiten von:

Tjard Asseng | Lisa Beier | Vera Bode | Senya Corda | Susanne Ehrenberg | Lourens de Goude | Niklas Hoffmann | Oksana Meister | Joris Felix Patzschke | Mark Prathep | Bellaniri Peguero | Rainer Schwesig | Silke Spiegel | Quirin Staufer | Lena Treugut | Franziska Vehring | Luis Welz

 

Review: »Lange Nacht der Museen« mit der Lette-Modeabteilung

Die Ergebnisse aus dem Dolman-Projekt Foto: Isabell Mertens

Der Lette Verein Berlin war am Samstag, dem 31.08.2019 wieder Teil der >Langen Nacht der Museen< . Der Ausbildungsgang Modedesign hat mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgänge von 18.00-02.00 Uhr für spektakuläre Modepräsentationen am Kulturforum Nähe Potsdamer Platz gesorgt.

In Kooperation mit der Modeabteilung des Kunstgewerbemuseums wurden unter dem großen Thema >100 Jahre Bauhaus< verschiedene Spezial-Themen bearbeitet. So wurden die Ergebnisse aus dem Dolman-Projekt gezeigt und unter dem Titel >Covergirls< Vogue-Cover aus den 20er Jahren zum Leben erweckt. Das Dolman-Projekt ist in der Mode-Meisterklasse entstanden und hat sich mit der Neuinterpretation eines historischen Kleidungsstücks beschäftigt.

Die Meisterklasse wird durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales gefördert.

 

Zeichnung: Leoni Visca, Modeabsolventin 2020

Ein weiteres Highlight: Schülerinnen und Schüler aus dem Modedesign zeichneten Besucherinnen und Besucher der Langen Nacht im Stil der 1920er-Jahre.

Anfahrt
S1, S2, S25, S26, U2 Potsdamer Platz
Bus M29, M48, M85 Kulturforum
Bus 300 Philharmonie Süd

 

 

 

 

 

 

 

»Die beruflichen Möglichkeiten im Bereich Fashion sind jetzt größer denn je.«

„Customized Education“ öffnet alle Türen in der Branche

Die Modeausbildung im Lette Verein Berlin wird zum 100. Jubiläum radikal verändert. Martina Vogt, Abteilungsleiterin der Ausbildung für Modedesign, hat zusammen mit dem Kollegium die Weichen dafür gestellt.

Welche Neuerungen wird es ab diesem Schuljahr geben?

Die große Modernisierung ist die Modularisierung der Unterrichtsinhalte. Sie führt weg von einem starren Stundenplan und bietet unseren Schüler*innen vielfältige Möglichkeiten der individuellen Gestaltung der Ausbildung. Ab dem Schuljahr 2019/20 starten wir quasi eine „Customized Education“, denn entsprechend der Interessen können Wahlpflichtmodule gewählt werden. Immer mit der Fragestellung: Was wird auf dem Arbeitsmarkt wirklich gebraucht? Der Lette Verein Berlin ist da, wie schon in den letzten 150 Jahren in allen unseren weiteren Ausbildungsgängen, sehr beweglich.

Welche inhaltliche Veränderung wird es geben?

Aus unserer Sicht bietet das Fashion-Business derzeit so viele berufliche Möglichkeiten wie lange nicht mehr. In den letzten Jahren ist uns außerdem in den Bewerbungsgesprächen aufgefallen, dass die jungen Menschen mehr und mehr Richtung Kostüm für Film und Theater gehen möchten. Und wir wissen auch, dass es hier einen großen Bedarf an Fachkräften gibt. Darüber hinaus besteht bei unseren Schüler*innen ein großer Wunsch nach echter handwerklicher Kompetenz sowie danach, das Thema Fashion in unterschiedlichen Medien professionell aufzubereiten. So wird es möglich sein, nach der einjährigen Basis-Ausbildung einen Schwerpunkt für die nachfolgenden zwei Jahre selbst zu wählen. Wir bieten ab sofort drei Optionen an. Erstens: die klassische Modedesignausbildung Richtung Fashion/Kollektion. Zweitens: den neuen Bereich Kostümgestaltung und -fertigung für Theater/Film/Show und drittens den Bereich Fashion-Medien.

Alles freiwillig?

Im ersten Jahr gibt es Pflichtmodule, die für alle gleich sind. Danach kann man sich für eine spezielle Ausrichtung entscheiden, wobei ein Wechsel in eine andere Spezialisierung innerhalb der Ausbildung bis zum Schluss immer noch möglich ist.

Welchen Vorteil bietet diese Art der Wissensvermittlung?

Bei unseren Schüler*innen erwarten wir eine höhere Motivation. Außerdem möchten wir, dass sie mehr Spaß haben. Wenn sie sich in kleinen Gruppen zusammenfinden, um ein spezielles Thema zu bearbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Gruppe von 15 Personen fünf dabei sind, die mangels Interesse wegbrechen, relativ gering. Das ist dann zugleich der zweite positive Aspekt: auch unsere Lehrkräfte haben so noch mehr Spaß am Unterrichten, da ihre Gruppen homogener sind.

Was sind das für Module?

Highlights sind zum Beispiel: Das Erlernen von Handarbeitstechniken wie Siebdruck, Filzen, Weben oder Stricken. Hier gilt nach wie vor unser Ansatz, dass ein Designprozess handwerklich zu Ende gedacht sein muss. Daher ist es sinnvoll, die handwerklichen und technischen Möglichkeiten von Mode durch das Selbermachen unmittelbar zu erfahren. Es wird auch ein Modul geben, in dem es ausschließlich um das Styling für Foto-Shootings geht. Das Wissen darum ist aus unserer Sicht insbesondere in der von Instagram geprägten Welt inzwischen unerlässlich. Darüber hinaus verbinden wir mehr denn je das Analoge mit dem Digitalen. Eigene, mit der Hand gezeichnete Entwürfe sollen gleichermaßen in die digitale Version überführt und weiterberarbeitet werden.

Wie sieht dann in Zukunft so eine Abschlussarbeit aus?

Es kann eine mehrteilige Fashion-Kollektion für eine Runway-Show sein. Es kann aber auch ein historisches Kostümthema für einen Film oder eine reale Bühneninszenierung sein. Da werden dann am Ende vielleicht Entwürfe für ein ganzes Ensemble als fertiges Produkt zu sehen sein. Im Bereich Fashion-Medien können z.B. Accessoires-Kollektionen, eine Illustrationsserie für Trendmagazine oder ein professionelles Lookbook für ein Designer-Label analog und/oder digital gezeichnet und gestaltet werden.

Wenn sich zwei mit einem Thema beschäftigen – müssen sie sich dann auch einen Arbeitsplatz im Unterrichtsraum teilen?

Nein. Unsere Ausstattung ist großartig. Das wird uns auch immer wieder von Partner*innen bei Besuchen begeistert bescheinigt. Alle unsere Schüler*innen haben hier ihren eigenen Arbeitsplatz. Wir haben allein drei Werkstatträume und zwei große CAD-Räume mit den neuesten Macs inklusive der neuesten Software.

Bislang gab es in der Modeausbildung keine verpflichtenden Praktika. Wie sieht es damit aus?

Im zweiten Ausbildungsjahr soll ein Praktikum über vier Wochen absolviert werden. Wir kooperieren mit Modefirmen, Mode-Magazinen wie der Brigitte oder Myself sowie mit Verbänden aus der Theater- und Filmindustrie und können da gut vermitteln. Bei Praktika haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit dem EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ gemacht. Hinzu kommt, dass sich unsere Schüler*innen aus unserem Pool von Lehrkräften einen Mentor oder eine Mentorin wählen können, von denen sie während des zweiten und dritten Ausbildungsjahres begleitet und beraten werden. Der familiäre Aspekt ist uns in der Ausbildung sehr wichtig, damit sich unsere Schüler*innen immer gut aufgehoben fühlen.

Ich möchte mit diesem neuen Ausbildungsangebot erreichen, dass unsere Absolventinnen und Absolventen am Ende sagen: „Der Lette Verein hat sich für mich gelohnt!“

Runway Abschlussmodenschau 2019 »TAKE OFF TAKE OVER«

Die Abschlussmodenschau 2019 fand am Samstag, den 25.05.2019 im
Kulturforum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin statt.
Fotos: Michael Wittig, Berlin