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“Sehen lernen”

Gerda Schimpf, Foto: Felix M. Weber

 

Ausstellung Gerda Schimpf

“Sehen lernen”  ist der Titel der Ausstellung, die jetzt im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf eröffnet wurde. Im Zentrum steht die Fotografin  Gerda Schimpf (1913–2014). Sie war von 1959-1978 Fotografie-Lehrerin im Lette Verein Berlin und eine angesehene Portrait-Fotografin. Sie fotografierte unter Anderen Oberbürgermeisterin Louise Schroeder, Bildhauer Bernhard Heiliger und dessen Kollegin Renée Sintenis. Aber auch Menschen in Alltagssituationen, wie eine Ärztin im Virchow-Krankenhaus, eine Senatsangestellte oder eine Mitarbeiterin der Verwaltung der Alliierten gehörten zu ihren Motiven.
Das Interview, das Sie hier sehen können,  gab sie dem Lette Verein Berlin kurz vor ihrem Tod. In Szene gesetzt und gefilmt hat sie Lette-Fotoschüler Felix M. Weber, Absolvent 2015.

 

„Sehen lernen“
Schlossstraße 59 / Otto-Grüneberg-Weg
Di–Fr 10–17 Uhr, Sa, So und Feiertage 11–17 Uhr.
Bis 23.04.2017

 

“Slagman & Schwarzmann”

“Slagman & Schwarzmann” mit Foto-Stipendium ausgezeichnet

 

Fotografie: Signaldienst, Division 4, Reinach, 1914-1918. Schweizer Bundesarchiv

Max Schwarzmann, Lette-Fotografie-Schüler/Abschluss 2017 und Julian Slagman von der Neuen Schule für Fotografie haben das Foto-Arbeitsstipendium 2017 des HAUS AM KLEISTPARK in Höhe von 3.000 Euro bekommen. Die Jury, bestehend aus Eric Aichinger, Barbara Esch Marowski, Anna Lehmann-Brauns und  Marc Volk haben aus 28 Bewerbungen die Fotografen als Stipendiaten 2016 ausgewählt.
Das Duo “Slagman und Schwarzmann” überzeugte die Jury mit der Idee, eine Brieftaube mit einer Minikamera auszustatten, um die Grundlage für eine randomisierte fotografische Vermessung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg zu schaffen und an den so festgelegten Referenzpunkten selbst zu fotografieren. Die Jury würdigt den humorvoll-skeptischen Blick auf die Wissenschaft sowie die Hinterfragung des dokumentarischen Charakters von Fotografie. Zugleich freut sie sich über den Regionalbezug und möchte mit der Verleihung des Stipendiums besonders den bildanalytischen Ansatz des Projekts anerkennen.
In ihrem Projekt werden die beiden Fotografen den Bezirk  stückweise kartographieren und sich so indirekt mit der dokumentarischen Objektivität von historischen Archiven auseinandersetzen.

 

 

Einzelstipendien: 9000 Euro geschenkt

Das Klinikum Brandenburg im Lette Verein Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Klinikum Brandenburg hat jetzt den Schülerinnen und Schülern des Lette Vereins ein lukratives Angebot gemacht. Alle, die in der Schule für MTA-Labor im Lette Verein die dreijährige Ausbildung machen, können ab sofort ein Stipendium in der Gesamtsumme von 9000 Euro bekommen. Gezahlt wird es einkommensunabhängig eineinhalb Jahre lang mit jeweils 500 Euro pro Monat. Auch die Fahrtkosten von Berlin in die Stadt Brandenburg werden während des Praktikums, das in der Ausbildung zu absolvieren ist, für bis zu sechs Monate übernommen. Einzige Bedingung: alle Stipendiatinnen und Stipendiaten verpflichten sich, mindestens drei Jahre im Labor des Klinikums Brandenburg zu arbeiten. Ansprechpartnerin: Marlies Mewes, leitende MTA im Labor des Klinikum Brandenburg.

 

 

 

Herzlich Willkommen

Mit dem neuen Schulhalbjahr wurden unsere neuen Schülerinnen und Schüler im Ausbildungsbereich MTRA und MTLA – Medizinisch-Technische Assistentinnen und Assistenten für Radiologie und Labore – begrüßt.

Anders, als in den anderen Ausbildungsbereichen des Lette Vereins starten die beiden MTA-Schulen zwei Mal im Jahr die dreijährigen Ausbildungen. Für den Start nach den Sommerferien, hier für MTLA und hier für MTRA klicken.

Durch Lette nach Edinburgh

Queens Medical Research Institute, Edinburgh

Rick Belger war im Rahmen seiner Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Laborassistenten für drei Monate in Edinburgh in Schottland. Organisiert wurde der Auslandsaufenthalt vom Lette Verein Berlin zusammen mit Erasmus +.

Wie sind Sie an Ihre Stelle gekommen?

Ich habe mich auf die Immunhistochemie als Teilbereich meiner Ausbildung konzentriert und unter diesem Aspekt verschiedene Universitäten in Europa angeschrieben. Am Ende hatte ich die Wahl zwischen den Universitäten von Rotterdam, Edinburgh und Reykjavik.

Was hat Ihnen der Aufenthalt gebracht?

Ich konnte bereits Erlerntes festigen. Dazu gehörte zum Beispiel das Anfertigen von Paraffinschnitten. Ich konnte dort sehr intensiv praktisch arbeiten. Besonders spannend war hier die Arbeit an Färberobotern.

Immunfluoreszenzfärbung

Der Aufenthalt hat mir außerdem geholfen, mich beruflich zu orientieren und mein Englisch zu verbessern. Zudem konnte ich die schottische Mentalität und Schottland besser kennen lernen. Natürlich hat mir das Auslandspraktikum auch geholfen, selbstständiger zu werden und offener auf Menschen zuzugehen.

Wie bewerten Sie die Unterstützung für den Auslandsaufenthalt?

Ich fand die Organisation sowohl von Seiten des Lette Vereins mit Erasmus + als auch von Seiten des Praktikumsortes sehr gut.

Ihr Tipp an alle, die das auch machen möchten?

Man sollte sich  die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, was man mit diesem Auslandsaufenthalt erreichen möchte und sich im Klaren sein, dass man auch einiges an Zeit und Arbeit investieren muss, aber die Mühe ist es am Ende wert.

Was noch?

Ich möchte dem Lette Verein danken, mir so eine tolle Möglichkeit eröffnet zu haben. Ich würde es immer wieder tun.

Mit Lette ins Ausland: “Bringt Dich weiter”

Darleen Eckmiller mit Lette und Erasmus + in Irland

Darleen Eckmiller hat im Rahmen ihrer Ausbildung Medieninformatik| Interaktive Animation ein sechswöchiges Praktikum in einer kleinen Firma in Irland gemacht, die sich hauptsächlich auf 3D Animation und VR spezialisiert hat. Möglich gemacht hat das der Lette Verein Berlin zusammen mit Erasmus+.

Wie sind Sie an diese Stelle im Ausland gekommen?

Angefangen hat alles damit, dass uns schon im ersten Semester gesagt wurde, dass wir am Ende unseres zweiten Jahres ein Praktikum absolvieren müssen und dass es uns erlaubt ist, dies auch im Ausland zu absolvieren. Als das Ende des zweiten Ausbildungsjahres näher kam, habe ich mich mit der für Deutschland zuständigen Stelle für das Programm Erasmus+ in Verbindung gesetzt. Hierzu muss man sagen, dass es verschiedene Arten von Auslandspraktika gibt. Es gibt einerseits ein auf Erasmus+ zugeschnittenes Auslandsaufenthaltspaket, das alles für Teilnehmer organisiert: Unterkunft, Ausbildungsfirma und Sprachkurse. Andererseits gibt es auch ein so genanntes Freemover-Programm, in dem man diese Dinge selbst organisiert, aber finanziell unterstützt wird. Da ich damals noch keine Kontakte und Erfahrungen damit hatte, entschied ich mich für die erste Variante.

Was haben Sie während Ihres Praktikums alles gemacht?

Das erste Mal allein leben und dann auch noch im Ausland war natürlich erst beängstigend, dann aufregend und schließlich normal. Man lernt sehr viele kleine alltägliche Dinge und gewinnt vor allem Selbstbewusstsein. Da ich das organisierte Programm gewählt hatte, wurde mir vieles erleichtert. Sprachlich und beruflich hat mir der Aufenthalt sehr weitergeholfen, vor allem dadurch, dass ich mir im Nachhinein im Klaren war, wo meine Fähigkeiten sind und was ich beruflich will. Zudem schadet es nie, Einblicke in Firmen zu gewinnen. Die Firmen sind die Orte, an denen man die wichtigsten Lektionen lernt. Das war zumindest meine Erfahrung.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Auslandsaufenthalt?

Ein Auslandsaufenthalt hilft, die Angst vor der Sprache zu verlieren. Oft denkt man viel zu viel darüber nach, was man falsch machen könnte und macht es dann deswegen gar nicht. Diese Angst zu überwinden, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man lernen kann.

Was würden Sie zukünftigen Erasmus- Stipendiaten mit auf den Weg geben?

Man sollte den Kontakt mit der deutschen Erasmus+ Stelle durchgängig aufrechterhalten. Kümmert man sich regelmäßig darum, wird der Rest ziemlich einfach. Ich kann jedem nur empfehlen diese Erfahrung zu machen, weil sie dir später auf so viele unterschiedliche Arten hilft und dich weiterbringt.