Tag Archives: Berufsausbildung

Riesenerfolg: Fünf Gewinner:innen beim »Anfachen-Award VI«

v.l.: Simon Kopitza, Leon Bukowski, Alena Schmidbauer, Mara Avedano, Sophia Franke
v.l.: Simon Kopitza, Leon Bukowski, Alena Schmidbauer, Mara Avedano, Sophia Franke

Beim  »Anfachen-Award VI« von 2022 haben sich fünf Schüler:innen im zweiten Ausbildungsjahr Grafikdesign im Lette Verein gegen hunderte von internationalen Einreichungen durchgesetzt.

Die Gewinnerplakate zum Thema „Natur“ stammen von Mara Avendano, Leon Bukowski, Simon Kopitza, Sophia Franke und Alena Schmidbauer. Das Thema des Wettbewerbs wurde im Fach Kommunikationsdesign unter der Anleitung von Anja Nienstedt und Christian Gralingen bearbeitet. Es gibt insgesamt 25 Gewinner-Plakate, davon gehen fünf an den Lette Verein.

Jury

Ingrid Bahß (GER), Maxim Dondyuk (UKR), Alina Grolms (GER), Rainer Groothuis (GER), Gudrun Lehmann (GER), Michael Lippoldt (GER/UKR), Niklaus Troxler (CHE)
Schirmherr: Klaus Staeck (GER)

ÜBER DEN ANFACHEN AWARD

Der Anfachen Award widmete sich im sechsten Jahr den Themen „Natur“ und „Menschlichkeit“. Mit hunderten von internationalen Einreichungen, renommierten Jurys und einer besonderen Präsentation zunächst in Hamburg und dann in weiteren deutschen sowie internationalen Städten begeistert der Plakatwettbewerb nicht nur die Teilnehmer:innen, sondern vor allem das Publikum im öffentlichen Raum. Das Ziel des Awards ist es, gesellschaftspolitisch brisanten Themen erhöhte Aufmerksamkeit zu verschaffen.

 

Digitalisierungsprojekt »Frauen und Technik« – Kulturgut des Landes Berlin

Die Mustersammlung Technische Fotografie der Photographischen Lehranstalt im Lette Verein

Magdalene Schlösser, Projektmitarbeiterin | Digitalisierung im Archiv des Lette Vereins
Magdalene Schlösser, Projektmitarbeiterin | Digitalisierung im Archiv des Lette Vereins

 

Der Lette Verein digitalisiert jetzt drei Nachlässe mit rund 500 Objekten, bei denen es um die Technische Fotografie geht. In den Nachlässen der Lehrerinnen Renate Borowka und Ilse Körner befinden sich Muster aus dem fachfotografischen und grafischen Unterricht, der Fotografie in den Bereichen Hämatologie, Histologie und Zellbiologie sowie der Metallographie aus der Zeit zwischen 1908 und 1980. Außerdem besitzt der Lette Verein einen großen Teil der nachgelassenen Sammlung metallographischer Schliffe und Bilder von Prof. Herrmann Schumann, der zusammen mit der Absolventin des Lette Vereins Hildegard Götze am Eisen-Forschungsinstitut Hennigsdorf wirkte. Die Sammlung wurde nach seiner Emeritierung vom Lette Verein aufgenommen und hier als Anschauungsmaterial für die Ausbildung genutzt.

Diese Nachlässe machen den Zusammenhang zwischen Zeichenkunst, Fotografie und fotografisch-optischen Methoden deutlich und sind somit Dokumente der Technikgeschichte sowie der Geschichte bildgebender Verfahren. Außerdem spiegeln sie die Ausbildungsgeschichte von besonderen Berufen wieder. Dazu gehören die Berufe Medizinisch-technische Assistentin, Metallographin sowie der Beruf der wissenschaftlichen Fotografin, die allesamt im Lette Verein entstanden sind. Anhand der Objekte kann Berlin als Industriestandort, als Ausbildungsstadt und als wichtiger Ort der wirtschaftlichen Frauenemanzipation sichtbar gemacht werden.

Die Digitalisierung sowie das Erschließen und das Restaurieren dieser Nachlässe ermöglicht es, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Gefördert wird das Projekt von Digis Berlin mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

 

 

 

 

Neu im Angebot: “Interaktive Installation und Vernetzung”

Der Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation hat einen neuen Unterrichtsinhalt, der dem Lette Verein ein Alleinstellungsmerkmal im Rahmen der beruflichen Bildung beschert: “Interaktive Installation und Vernetzung” befähigt die Schülerinnen und Schüler, die sich ständig verändernden Anforderungen für Gestaltung und Programmierung in ihr Portfolio aufzunehmen. Das Fach wird von Benjamin Hohnheiser unterrichtet.

Ein Interview

LVB:  Wie nennt sich das Fach, das wir hier besprechen?

Das Fach haben die Abteilungsleiterin, Özlem Alcan-Drefahl, und ich “Interaktive Installation und Vernetzung” getauft.  Es ist aber eigentlich noch viel mehr als das. Weitere Stichworte sind etwa Prototyping, analog-digitale Schnittstellen und Experimente, Physical computing, Tangible Media, Motion-Tracking, Computer-Vision, räumliche Projektionen/Projection Mapping und mediale Inszenierung. Auch die besonderen Anforderungen an Mediendesign, 2D-Animation und Bewegtbilddesign finden Platz in diesem Fach. Es bietet Schnittstellen zu fast allen anderen Fächern in der Ausbildung Medieninformatik | Interaktive Animation. Dazu gehören die Mediengestaltung, das Storytelling, die Animationstechnik über Mikrocontroller oder auch das Aufgreifen von aktuellen Themenfeldern aus der Sozialkunde. Selbst virtuelle und erweiterte Realitäten (VR/AR) oder Machine Learning können in dem Fach ihre praktische Anwendung finden. Die vielseitigen Lehrinhalte im Ausbildungsgang werden stetig weiterentwickelt, genauso wie die Anforderungen in der Anwendung und es der Fortschritt digitaler Medien an sich tut.

LVB:  Wozu ist das Fach gut?

Wir beziehen uns hier auf kreative Medieninstallationen. Diese finden zum Beispiel in Museen, bei Ausstellungen oder auf Messen Anwendung. Es geht in der Ausbildung an dieser Stelle um interdisziplinäre Medienanwendungen. Ein Beispiel: es kann sein, dass die Schüler*innen im Fach Sensortechnik Mikrocontroller programmieren, in einem weiteren Fach 3D-Objekte entwerfen, die dann mit unserem 3D-Drucker gedruckt werden. Inhalte werden konzipiert, gestaltet, oft animiert, und schließlich wird alles in der interaktiven Installation zusammengebracht. Visuelle Inhalte werden etwa projiziert oder über Displays dargestellt. Ich versuche immer, einen Rahmen für die Konzeption und für einzelne Elemente und die Realisierung von Projekten bzw. Prototypen zu bieten. Die verschiedenen Komponenten werden vernetzt und sprechen miteinander.

LVB: Was können die Absolventinnen und Absolventen damit auf dem Arbeitsmarkt anfangen?

Der Begriff “Neue Medien” beschränkt sich nicht mehr nur auf das Internet oder den Bildschirm. Hier entstehen ständig neue Formate. Es gibt kaum noch eine Ausstellung, Messe, Präsentation, Show, Theaterstück oder Musikfestival ohne aufwändige Medieninszenierung.
Sich in diesem multidisziplinären Bereich auszukennen, ist sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind als Expertinnen und Experten breit aufgestellt und können zugleich in den verschiedenen Einzelbereichen punkten. Außerdem können sie sich im ganzen Spektrum sowohl auf dem Arbeitsmarkt oder auch in einem Studium weiter spezialisieren.

LVB: Welche Skills werden da miteinander vereint?

Es geht um Kreativität. Ziel ist es, mit der Gestaltung und der technologischen Anwendung konkrete Projektideen zu realisieren. Die Ideen für die Projekte werden zumeist von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt. Dann geht es um Gestaltung, um Mediendesign und auch darum, Design, Interaktion und Animation zu verbinden. Gleichermaßen gibt es auch die Mediensteuerung und Programmierung. Was letzteres angeht, erweitern wir vorhandene Kenntnisse textbasierter Programmierung aus anderen Fächern mit visueller, knotenbasierter Programmierung und vielen verschiedenen Tools. Wir arbeiten dazu unter anderem mit der visuellen Programmieroberfläche vvvv gamma. Es werden außerdem analoge Fähigkeiten geschult, denn die Schülerinnen und Schüler sollen auch mit Materialien wie Holz, Pappe und Papier arbeiten. Es gehört sowohl dazu, Bleistift und Skizzenbuch, eine Schere oder Klebeband in die Hand zu nehmen, als auch dann Werkzeuge wie Lasercutter oder 3D-Drucker in unserem kleinen MakerSpace einzubeziehen.

LVB: Wie besonders ist dieses Fach im Rahmen von Berufsausbildung in Berlin?

Was neue Medientechnologien angeht, denke ich, dass wir im Rahmen der beruflichen Bildung mit dem Fach “Interaktive Installation und Vernetzung” – aber auch generell mit den sonstigen Lehrinhalten im Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation – nah an aktuellen Entwicklungen und ziemlich einzigartig sind. Im Übrigen nicht nur auf Berlin bezogen. Die Ausbildung ist eine wunderbare Möglichkeit für junge Menschen, die ein vielseitiges Interesse an neuen Medien haben und die sich auch in beruflicher Hinsicht für die Schnittmenge von Kreativität und Technologie, Gestaltung und Informatik begeistern.

Hier für die Ausbildung direkt online bewerben.

Hier den Podcast “LETT’S TALK” hören:
„So bewirbst Du Dich für die Ausbildung Medieninformatik | Interaktive Animation“

 

 

Herzlich Willkommen – neue Schülerinnen und Schüler 22/23

Wir begrüßen zum neuen Schuljahr 2022/23 rund 300 neue Schülerinnen und Schüler in unseren Ausbildungsgängen.

Das sind unsere sieben Schulen, die in einem Haus zusammengefasst sind:

  • Berufsfachschule für Design
  • Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung mit der
    Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement
  • Schulen des Gesundheitswesens:
    • MTA-Schule | Labor
    • MTA-Schule | Radiologie
    • PTA-Schule
  • Technische Berufsfachschule

Die einzelnen Berufe:

Chemie-Biologie
DIY-College
Fotografie
Grafikdesign
Medieninformatik
Metallographie
Modedesign
MTA-Labor
MTA-Radiologie
PTA

 

Mode- und Kostümdesign – Abschlusspräsentation “ILLUSION”

Am 25.06.2022 präsentierten unsere Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse Modedesign ihre Arbeiten im und am Berliner Kulturforum. Sie zeigten ihre Mode-Kollektionen in einem Runway auf der Piazza und präsentierten Kostümarbeiten für Film/Theater/Video in den Sonderausstellungshallen des Kulturforums.

Hier eine Auswahl:

Fotos von Michael Wittig Berlin | fashionfotoberlin

Kostüm:

Fotos von Simon Eichmann, Fotografie-Absolvent 2022

 

»Lette Design Award by Schindler« ’22 | Die Nominierten

Für den diesjährigen Lette Design Award by Schindler sind diese 15 Absolventinnen und Absolventen nominiert:
Weitere Infos zum Award hier

Kategorie Fotografie:

v.l.: Ülgen Atakman, Simon Eichmann, Isabel Herzog, Frauke Joana, Lucia Jost
v.l.: Ülgen Atakman, Simon Eichmann, Isabel Herzog, Frauke Joana, Lucia Jost
  • Ülgen Atakman – »Yolun Açik Olsun« – The open road
  • Simon Eichmann – Particles »Particles 52.4º 13.5º«
  • Isabel Herzog – »Faces and Fashion«
  • Frauke Joana – »Urin«
  • Lucia Jost – »Töchter der Hauptstadt«

 

Kategorie Grafikdesign:

v.l.: Yasmin Momodu, Patryk Kulig, Leah Conde, Luise Huder, Luisa Stelter
v.l.: Yasmin Momodu, Patryk Kulig, Leah Conde, Luise Huder, Luisa Stelter
  • Leah Conde – Corporate Design für »Komadori Tea«
  • Luise Huder – »LEISE«, ein Aufklärungs- und Inspirationsbuch für und über leise Menschen in einer lauten Welt.
  • Patryk Kulig – »Sabukaru«, Magazin über Design, Kunst, Architektur, Kultur, Lifestyle, Mode, Musik aus Tokio, Japan
  • Yasmin Momodu – »MELANyT«, Magazin über BIPoC in der Kunst im Haus der Kulturen der Welt
  • Luisa Stelter – »NOW we talk«, ein interaktives Kunstmagazin

 

Kategorie Modedesign:

v.l.: Ina Weber, Alina Makridis, Tamiya Brooks, Dora Behm, Anika Janitzky
v.l.: Ina Weber, Alina Makridis, Tamiya Brooks, Dora Behm, Anika Janitzky Foto: Simon Eichmann
  • Dora Behm – Kostümkonzept »Die dritte Hand«
  • Tamiya Brooks – Kostümkonzept »Ich weiß, was Du nicht weißt«
  • Anika Janitzky – Modekollektion  »Forbidden garden«
  • Alina Makridis – Modekollektion »The dark blossom«
  • Ina Weber – Kostümkonzept »Quings«

 

Bürgermeister Oltmann: “Lernen ist Handarbeit”

v.l. Petra Madyda, Direktorin der Stiftung Lette-Verein, Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister, Julia von Randow, stellvertretende Schulleiterin

Der Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann, zeigte sich bei seinem Besuch von dem breiten Berufsausbilungsangebot des Lette Vereins beeindruckt. „Der Fachkräftemangel steigt, qualifizierte Fachkräfte fehlen der Wirtschaft in den unterschiedlichen Branchen. Neue Impulse und eine arbeitsmarktorientierte Berufsausbildung bilden die Brücke in die Zukunft. Ein Berufsabschluss ist eine wichtige Grundlage für ein gelingendes und selbstbestimmtes zukünftiges Erwerbsleben.“

Pressemitteilung des Bezirksbürgermeisters Jörn Oltmann

Podcast: So bewirbst Du Dich für die Ausbildung PTA

Johanna Müller | Hermann Bock | Jonas Alvarez Golome
Johanna Müller | Hermann Bock | Jonas Alvarez Golome

In der neuen Episode unseres Podcasts LETT’S TALK erfährst Du von Ausbildungsleiter, Hermann Bock, Schüler, Jonas Alvarez Colome und Schülerin, Johanna Müller, worauf es in der Ausbildung zu PTA ankommt. Pharmazeutisch-technische Assistent*innen kennen sich mit Drogen aus, wissen was das Wort Galenik bedeutet und erzählen, warum sie sich für diese Berufsausbildung und den Lette Verein entschieden haben.

Hier den Podcast hören.