Tag Archives: Erfolgreiche Absolventen

Unsere Besten bei NEO.FASHION.2020

Foto: Laura Stromp
Foto: Laura Stromp

Erstmals in der Geschichte der Modeausbildung im Lette Verein Berlin nehmen fünf beste Schüler*innen und Absolvent*innen an der Neo.Fashion.2020 “Best graduate show” teil. Hier präsentiert sich der Lette Verein am Montag, dem 13. 01.20 um 21 Uhr im Hotel Andel’s zusammen mit den Besten von mehreren Modehochschulen aus ganz Deutschland.
Besonderheit: Der Lette Verein wird als einzige Nicht-Hochschule an der Veranstaltung teilnehmen.
Es wird drei Shows mit je drei verschiedenen Hochschulen geben: 17/19/21 Uhr
Montag, 13.01.2020 um 21 Uhr
Hotel Andel’s
Landsberger Alle 106
10369 Berlin
Tickets

Offizielle Pressemitteilung

Unsere Teilnehmer*innen in alphabetischer Reihenfolge:

 

© Luis Welz @luisfilippopaul

Alexander Michael Arnold, Absolvent 2019 und Meisterklasse 19/20

Kollektion “Hunting Blossom”

„Die Winterkollektion orientiert sich an der alten Tradition des Jagens, kombiniert mit der Üppigkeit des Adels der vergangenen Jahrhunderte.“ Die Inspiration durch die Gemälde des belgischen Malers Anthonis von Dyck spiegelt sich in der opulenten Stoffverwendung wider. Das Lackleder steht für die glänzenden Ritterrüstungen, in denen die adeligen Männer ab dem 16. Jahrhundert immer wieder dargestellt wurden. Das Volumen der Jacken und Mäntel umfasst über 17 Meter Samt, 50 Kissen und mehr als 16 Meter Lackleder.

 

Vita:

Bevor Alexander im Lette Verein Berlin 2019 seinen Abschluss als Modedesigner gemacht hat, besuchte er die Staatliche Ballettschule Berlin. Er hat Erfahrungen in diversen Fernsehproduktionen als Kostümassistent gesammelt. Darunter „Tatort Saarbrücken“ und „In aller Freundschaft“ für die ARD sowie „Die Salzprinzessin“ für RTL. Er ist einer von acht Absolvent*innen der Meisterklasse 2019/20.

 

 

 

© Luis Welz @luisfilippopaul
© Luis Welz @luisfilippopaul

Leonie Grebe, Absolventin 2018 und Meisterklasse 18/19

Kollektion “Homies”

„Es ist eine Homewear-Kollektion, die kleine Abstecher vor die Tür erlaubt.“ Die Kollektion ist für die Zielgruppe der 55-75-jährigen Männer gedacht, die ihr selbstbestimmtes Leben in vollen Zügen genießen. Um Komfort und Natürlichkeit zu gewährleisten, wurde ausschließlich mit natürlichen Materialien gearbeitet: 100 % Baumwolle bei den Pyjamas mit geradlinigem Design und Filzwolle mit gefärbtem Farbverlauf für die üppigen Strickmäntel sowie Pullover.

 

 

 

Vita:

„Es ist alles wunderbar, solange Du die Kleidung gerne trägst und Dich darin auch entspannen kannst.“ Leonie hat vor ihrer Ausbildung im Lette Verein Berlin eine Ausbildung als Schneiderin abgeschlossen. Mit ihrer Abschlusskollektion „Homies“ gewann sie 2018 den Publikumspreis beim „Lette Design Award by Schindler“. Im Anschluss war sie eine von acht Absolvent*innen der Meisterklasse im Lette Verein. Seitdem arbeitet sie unter anderem für Filmproduktionen wie „Babylon Berlin“ und ZDF-Fernsehspiele.

 

© Luis Welz @luisfilippopaul

Jihun Ko, drittes Ausbildungsjahr, Absolvent 2020

Kollektion “Immanent (61%)”

„Ich bin der Designer, aber gleichzeitig auch eine Person, die ihre Identität mit Mode offenbart. So entwickle ich ein traditionelles, koreanisch beeinflusstes Design, um meine eigene Identität auszudrücken.“ Die Kollektion „Immanent (61%)“ beschreibt den Prozess des Sichtbarmachens von Emotionen, die jedem Menschen innewohnen. In der Kollektion werden 61 % der Persönlichkeit sichtbar. Der Rest bleibt verborgen. Um die Thematik zu vermitteln, entfalten sich die Outfits in verschiedenen Schichten und Intensitäten.

 

 

Vita:

„Für mich ist das wichtigste beim Design das Verständnis und die Transformation von Silhouetten und Schnittstrukturen.“ Jihun Ko kommt aus Korea. Da sein Vater Designer ist, beschäftigt er sich von Kindesbeinen an mit der Mode und dem Zeichnen. 2015 gewann er einen Preis beim „Dong A international Kunstwettbewerb“. 2015 absolvierte er ein Praktikum bei der Designfirma „iduo“. 2018 belegte er den ersten Platz bei “The House of Häagen-Dasz 48 Hour Collection 2018”.

 

 

© Luis Welz @luisfilippopaul
© Luis Welz @luisfilippopaul

Eva Warmke, Absolventin 2019 und Meisterklasse 19/20

Kollektion „Apokalypse in zwei Akten“

In ihrer Abschlusskollektion geht es um Überspitzung, bei der gesellschaftliche Umbrüche eine sichtbare Form bekommen. Sie beschäftigt sich im ersten Akt mit der „Scheinheiligkeit“ der katholischen Kirche, die in den von ihr neu interpretierten, kirchlichen Gewändern ihre Entsprechung findet. Mit der Entwicklung von drei Brautkleidern für Männer, die einander heiraten, zeigt sie die Möglichkeiten, die unsere moderne Gesellschaft heute bietet. Gleichzeitig nutzt sie dieses Medium, um die Ambivalenz, die in dieser neuen Normalität steckt, zu thematisieren, denn noch immer werden Personen, die der LGBTQIA+ angehören, diskriminiert. Nach dem blutig roten und dem vernichtend schwarzen Bräutigam erscheint der Mann im weißen Brautkleid und leuchtet die strahlende Zukunft aus.

 

Vita:

„Mode bedeutet für mich, gesellschaftlich und politisch tätig zu sein, denn Mode kann einen direkten Einfluss darauf haben, wie wir über die Welt denken.“ Eva hat sich vor allem mit dem Begriff der Effemination auseinandergesetzt. Darum also in der Abschlusskollektion 2019 eine männliche Braut. Eva ist derzeit in der Meisterklasse Mode und studiert Nachhaltiges Management an der TU Berlin.

 

© Luis Welz @luisfilippopaul
© Luis Welz @luisfilippopaul

Kira Zander, drittes Ausbildungsjahr, Absolventin 2020

Kollektion „Desertifikation“

„Desertifikation“ ist eine zweiteilige Kollektion. Im ersten Teil „RUH“ geht der Impuls vom Meer und einer traditionellen Tracht, die an der Nordsee getragen wird, aus.  Im zweiten Teil „Verwüstung“ wird die fortschreitende und weltweite Wüstenbildung durch Trockenheit, bedingt durch steigende Temperaturen, thematisiert. Strukturen, die durch rissige Böden entstehen, kombiniert mit der traditionellen Tracht von Beduinen, haben in großzügigen Flächenschnitten und leuchtenden Farben ihre Entsprechung gefunden. Die Kollektion ist als Ausdruck des Spannungsfeldes zwischen Utopie und Dystopie zu verstehen.

Vita:

„Wer glaubt, sein Ziel erreicht zu haben, wird faul“- Jil Sander. Immer in Bewegung bleiben, neues sehen, lernen, schaffen, ist das Credo von Kira. So zog es sie von der dänischen Grenze nach Berlin, der Stadt der vielen Perspektiven und Möglichkeiten, um Modedesign zu lernen. Nach Berlin importierte sie dabei ihre Verbundenheit zur Natur, ihre größte Inspirationsquelle. Sie bietet ihr unerschöpfliche Impulse und besinnt sie auf das Wesentliche, wie sie über sich selber sagt.

 

Brandneu: Q & A – Videos mit unseren Schüler*innen

Unsere Schüler*innen im dritten Ausbildungsjahr Grafikdesign haben diese Videos als Unterrichtsprojekt angefertigt. Die Menschen, die hier zu sehen sind, sind unsere Schülerinnen und Schüler aus unseren Ausbildungsgängen. In alphabetischer Reihenfolge.

 

»Kartoffeln und Design« Ausstellung im Rathaus Schöneberg

Analoge Kreation trifft digitale Gestaltung

27 Schüler*innen im ersten Ausbildungsjahr Grafikdesign präsentieren experimentelle Arbeitsergebnisse zum Thema  »Farbe und Form im Kontext«. Dafür wurden geschnitzte Kartoffeln und Äpfel verwendet. Diese wurden getrocknet und so in eine Gestaltung integriert, dass daraus fiktive Theaterplakate entstehen konnten.

Zu sehen sind die Exponate in den Räumen der Wirtschaftsförderung im Rathaus Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin bis Ende November. Eröffnet wurde die Ausstellung durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler am Dienstag, dem 04.06.19 um 19 Uhr.

Theaterplakate

Beschreibung der Vorgehensweise durch den betreuenden Lehrer Frank Schliebener:

Das Projekt wurde in 16 Unterrichtsstunden unter folgenden Aspekten realisiert.
1. Proportionsübung
Im ersten Schritt wurde die Kompetenz erworben, das menschliche Gesicht zeichnerisch in ausgewogenen Proportionen darzustellen.
2. Dreidimensionale Umsetzung
Aus Kartoffeln wurden Köpfe geschnitzt, welche drei menschliche Temperamente visualisieren sollten: Choleriker, Sanguiniker und Melancholiker.
Nach einer Woche Trocknungszeit der Objekte entwickelten sich die kleinen Skulpturen zu Urformen von Helden. Die archaisch anmutenden Antlitze spiegeln
Würde, Tiefe und Dramatik wider.
3. Kontext und Recherche
Es wurden passende literarische Texte ausgesucht, recherchiert und die charakteristischen Merkmale der Protagonisten analysiert und visuell destilliert.
4. Komposition
Ein jeweils geeigneter Charakterkopf wurde ausgewählt, fotografiert und durch Variantenbildung in Farbe und Form digital zu einem Theaterplakat komponiert.

Unsichtbares sichtbar machen

Aus den eigenen Händen schöpfen und dies mithilfe digitaler
Verarbeitung zu einem zeitgenössischem Produkt erheben. Dieser Gestaltungsprozess wird hier an den Ergebnissen der
Schüler*innen präsentiert.

Diese Schüler*innen der Klassen 21 a und 21 b stellen aus:

Leen Aoun |Vivien Böhme | Julia Cholewa | Lucas Christakopoulos |
Sven Dannenberg | Cevahir Dogan | Antonio Drwenzki | Larisa Jaite
|Maren Janowsky | David Jungnickel | Alexander Kerski | Lena Luedtke
| Hannah Lüneburg | Finn Michel | Nicola Nadebor | Anselm Polzin
|Karl Potrafki | Elvira Pshiply | Reto Elias Riha | Sebastian Rist
| Noa (Anna) Rosenberg | Sandra Salkunic | Maria Schäfer | Samira Schneider
|Yannik Wilke | Leander Zerwer

 

 

»Lange Nacht der Wissenschaften«

 

In diesem Jahr ist der Lette Verein Berlin mit seinem Ausbildungsgang Metallographie bei der »Langen Nacht der Wissenschaften« am Samstag, den 15.06.2019 dabei. Diese Teilnahme ist im Rahmen der seit 2015 bestehenden Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin möglich. So lernen Sie unsere Schüler*innen und Lehrkräfte in der Zeit von 17.00 – 00.00 Uhr persönlich auf dem Lise-Meitner Campus, wo sich das Helmholtz-Zentrum befindet, kennen.

Lise-Meitner Campus
Hahn-Meitner-Platz 1
14109 Berlin (Wannsee)

»FRONT« – Gruppenausstellung Fotografie

 

Fotografie – Schüler*innen im LETTE VEREIN BERLIN laden zur gemeinsamen Ausstellung »FRONT« im SomoS Art House in Berlin-Kreuzberg ein.

Die Ausstellung bietet Einblicke in die verbildlichte Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Grenzen. Über glänzende Oberflächen wird der Blick zurückgeworfen auf das Individuum und dessen Platz in der Gesellschaft.

Mit Arbeiten aus verschiedenen Jahrgängen von

Silas Bahr | Lisa Beier | Andressa Clemente | Jana Convent | Senya Corda | Sam de Goede | Charlotte Hansel | Paulina Hildesheim | Luisa Krautien |Oksana Meister |  Joana Pratschke | Darja Preuss | Christina Rank | Juan Camilo Roa |Cathy Schultze | Quirin Staufer | Katrin Theissen | Lena Treugut |Franziska Vehring | Si Wachsmann | Christian Winterfieldt

Eröffnung
Freitag, 10. Mai 2019, 18 Uhr – 22 Uhr

Besuchszeiten
Samstag, 11. Mai 2019, 11 Uhr – 21 Uhr
Sonntag, 12. Mai 2019, 12 Uhr – 18 Uhr

SomoS Art House Berlin
Kottbusser Damm 95,
10967 Berlin
U Schönleinstraße

 

Metallographin oder Metallograph werden und gutes Geld verdienen

Absolventin Stephanie Schultz arbeitet als Metallographin bei der MTU Maintenance, Berlin-Brandenburg, einem Triebwerkhersteller.

Wer die im Lette Verein Berlin vor über 100 Jahren erfundene Ausbildung zum Metallographen oder zur Metallographin absolviert, wird im Anschluss einen sehr gut bezahlten Job haben. Die Einstiegsgehälter liegen in der freien Wirtschaft bei rund 3500 Euro brutto monatlich – besonders in Süddeutschland. Im öffentlichen Dienst liegen die Gehälter im Schnitt bei 2000-2500 Euro brutto.
Die Ausbildung kann in zwei Jahren oder in drei Jahren vollschulisch im Lette Verein Berlin absolviert werden. Wenn man bereits das Abitur hat, dauert die Ausbildung 2 Jahre. Wenn man mit MSA zu uns kommt, dauert die Ausbildung drei Jahre und man kann parallel die Fachhochschulreife erlangen.

Zentrale Aufgabe in diesem Beruf ist die Prüfung von Metallen und anderen Werkstoffen, die zur Produktion von Gebrauchsgegenständen, Fahrzeugen und Baumaterialien benötigt werden. Ein Beruf mit hoher Sicherheits-Verantwortung.

Weitere Details zur Ausbildung gibt es hier.

Oder direkt hier bewerben.

»Treffen mit Sara« – zweifach ausgezeichnetes Buch erschienen

Das Buch »Treffen mit Sara« ist ab sofort in allen Buchläden und Online-Shops erhältlich. Lena Müller, Grafikdesign-Absolventin von 2019, hat das Buch im Auftrag von »Erinnern und VerANTWORTung e.V« gestaltet und bekam beim Lette-Design-Award by Schindler 2019 sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis.

Sara Bialas, die als Stefania Sliwka in Częstochowa 1927 in Polen geboren wurde, erzählt in diesem Buch ihre Lebensgeschichte. Sie hat als Einzige ihrer Familie die nationalsozialistische Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit überlebt. Für die Lebenserzählungen von Sara hat Lena Müller mit einem jungen und zeitgenössischen Blick eine neue Ästhetik für das Zeitzeugnis und die Erinnerungskultur entwickelt.

Saras Eltern und ihre Schwestern fielen dem NS-Regime zum Opfer. 1941 wurde sie während einer Razzia in der Wohnung ihrer Schwester entdeckt und in das Zwangsarbeiterlager Wolta-Gabersdorf, Tschechien deportiert. Hier musste sie bis zur Befreiung durch die sowjetische Armee in den Textilfabriken von Hasse Co, Etrich und Vereinigte Textilwerke K.H Barthel Zwangsarbeit leisten, Hunger und Misshandlung erleiden. Zurück in Częstochowa begegnete sie ihrem späterem Ehemann Mosche Tenenberg. Im DP-Lager Ainring bei Freilassing (Bayern) brachte Sara 1946 ihren Sohn Bernard zur Welt. 1947 beschloss die Familie, zu Verwandten nach Paris zu ziehen. 1948 dann die Geburt des zweiten Sohnes Robert. 1949 wanderten sie nach Israel aus und lebte dort, bis sie sich 1961 genötigt sahen, das Land in Richtung DDR, nach Ost-Berlin, zu verlassen. Über die Gründe dafür redete Sara nie. 1975, einige Jahre nach dem Tod von Mosche Tenenberg, heiratete Sara Heinz Bialas.

Sie lebte bis zu ihrem Tod am 29.04.21 in Berlin-Charlottenburg. Zu ihrem Gedenken fand im Lette Verein Berlin am 27.05.2021 eine Veranstaltung statt, bei der Saras Enkel, Miron Tenenberg, sprach und Karsten Troyke sang. Weitere Sprecherinnen waren Karin Weimann, Szabine Adamek (Gesang) und Petra Madyda vom Verein Erinnern und VerANTWORTung e.V., sowie Lena Müller.

Lena Müller : Treffen mit Sara
Verlag Hentrich & Hentrich
ISBN   978-3-95565-441-2

Hier den Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur hören.

 

Modedesign-Absolventin Kira Zander ist jetzt [bio’nd]

Foto: @luis.filippo.paul

Kira Zander @zander_kira hat im Sommer 2020 ihre Ausbildung zur Modedesignerin erfolgreich beendet. Schon im Januar gehörte sie zu den fünf derzeit Besten vom Lette Verein Berlin, die im Rahmen der Fashion Week auf der NEO Fashion ihre Kollektionen gezeigt hat. Jetzt gehört sie mit ihrer neuen Kollektion MOMENTUM zu den ausgewählten Designer*innen, die sich mit dem Thema Bioökonomie in der Modeindustrie beschäftigt haben: [bio’nd] . Eigentlich sollte im Berliner Naturkundemuseum zu [bio’nd] eine Ausstellung mit Fachvorträgen stattfinden. Wegen Corona musste sie abgsagt werden. Frau Zander, Sie haben trotzdem allen Grund, sich zu freuen.

 

Zander: Ja, denn es ist schön, dass ich zu den Künstler*innen und Designer*innen gehören darf, denen man auf diese Weise sagt: Euer Thema bewegt viele – Ihr seid auf dem richtigen Weg. Vor allem freut mich, dass meine Haltung, immer nur das zu tun, wofür ich brenne, offenbar die richtige ist. Mein persönliches Feuer wird durch die Aufnahme in diese Liste auf [bio’nd] als kleines Leuchtfeuer für die ökologisch nachhaltige Zukunft gewürdigt.

Sie sind Modedesignerin geworden. Ein Metier, das sich in den letzten Jahren zum Thema ökologisch-nachhaltige Ökonomie nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Zander: Gleich zu Beginn meiner Ausbildung hatte ich große Zweifel, ob die Modeindustrie so, wie sie sich im Mainstream derzeit zeigt, mein Thema ist. Zum Glück habe ich in den drei Jahren im Lette Verein offene Ohren gefunden und wurde in meinen Ideen zur bioökonomischen Mode unterstützt. Langfristig möchte ich ein Teil dieser nachhaltigen Entwicklung sein.

Was macht die Kollektion MOMENTUM aus?

Zander: Das Design orientiert sich in ihrer mehrschichtigen Struktur an der Vielschichtigkeit der Natur. Die untere Schicht besteht aus zarter Bio-Baumwoll-Gaze, die sich in unregelmäßige, organische Falten legt und ein bewegtes Spiel gibt, sobald leichter Wind auf sie trifft. Für die beiden darüber liegenden Schichten wurden acht Kilo alte Wollpullover, die vom Berliner Textilhafen bereitgestellt wurden, zu neuen textilen Flächen verarbeitet. Weitere upgecycelte Wolle wurde zu dreidimensionalen Gebilden gehäkelt oder geknüpft und eingefügt. Abgerundet wird der Look durch Hüte, die aus altem China-Schilf und Wolle gefertigt sind. Die Kollektion MOMENTUM thematisiert den bewussten und nachhaltigen Umgang mit Mode und Natur.

Wohin geht Ihre persönliche Reise im Modedesign?

Zander: Die Kooperation mit [bio’nd] hat für mich bereits zu einer Modestyling-Studentin aus Mailand geführt und die Kollektion, die ich bei der NEO Fashion 2020 zeigen durfte, führte zu einem Fotoshooting für das Tush-Magazin. Das ist für mich schon mal ein erster Erfolg. Im September werde ich für ein Jahr nach Kopenhagen gehen und mich bei der Designerin Cecilie Bahnsen weiter professionalisieren.

Hintergrund

Organisiert und durchgeführt wird [bio’nd] vom IZT- Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, das Museum für Naturkunde Berlin und das Ellery Studio. Gefördert wird diese Veranstaltung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie.

 

»Von Hand gemacht« | Mode-Illustration im Lette Verein Berlin

Ausstellung in der Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg

v.l: Ute Rathmann und Jacqueline Ostermann, Zeichenlehrerinnen, Franziska Gersdorf und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler Foto: Simon Eichmann
v.l: Ute Rathmann und Jacqueline Ostermann, Zeichenlehrerinnen, Franziska Gersdorf und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler Foto: Simon Eichmann

Am Dienstag, den 31.08.21 eröffnete Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler, die Ausstellung „Von Hand gemacht“. Sie zeigt die herausragenden Arbeiten der Lette-Modeabsolventin 2021, Franziska Gersdorf, mit einem Querschnitt aus der dreijährigen Grundlagenausbildung in den Modulen „Figürliches Zeichnen“ und „Modedarstellung“.  „Lernen ist Handarbeit“ und so steht das Zeichnen von Hand bis heute in fast allen der insgesamt zehn Ausbildungsgänge im Lette Verein im Mittelpunkt. Dahinter steht die Überzeugung, dass das sprichwörtliche Begreifen einen weiteren Wahrnehmungskanal beim Lernen eröffnet.

Der LETTE VEREIN BERLIN und die Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg

Beide Institutionen verbindet eine langjährige Freundschaft. Nach den Ausstellungen mit Arbeiten aus den Ausbildungsgängen Fotografie und Grafikdesign ist dies bereits die dritte Ausstellung in diesen Räumen. Die Wirtschaftsförderung hat als Verbindungsglied zur ansässigen Wirtschaft bereits 2013 eine enge Kooperation mit der Firma Schindler Deutschland in Mariendorf angeschoben.

So gibt es seit einigen Jahren auch den »Lette Design Award by Schindler«, der besonders talentierte Absolventinnen und Absolventen auszeichnet und fördert.

 

Foto: Simon Eichmann

»Von Hand gemacht« | Mode-Illustration im Lette Verein Berlin
bis Ende Juni 2022 in den Räumen der Wirtschaftsförderung.

Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Erdgeschoss, Zimmer 206

 

Offizielle Pressemitteilung

Hier finden Sie alle Informationen zur Ausbildung Modedesign.

NEO.Fashion: Best Graduates’ Show

Foto: (c) Michael Wittig, Berlin, 2021

Im Herbst ’21 nimmt der Lette Verein Berlin im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week mit seiner Modeausbildung als einzige Nicht-Hochschule zum dritten Mal an der NEO-Fashion teil.

Offizielle Pressemitteilung Neo.Fashion.2021

1. Show:

Die Show „Graduate Collective Show“ fand am Dienstag, den 07.09.21 um
15 Uhr
in der „Alten Münze“  mit insgesamt 13 teilnehmenden Hochschulen aus ganz Deutschland. Für den Lette Verein Berlin gingen fünf Absolventinnen und Absolventen von 2021 an den Start. Sie sind zugleich auch Teil der Lette-Modemeisterklasse und zeigten sieben Kollektionen.

Unsere Teilnehmer*innen:

Johann Ehrhardt | @johann_ehrhardt
Johannes Stoehr | @jostoehr

Johannes Stoehr, li, und Johann Ehrhardt
Johannes Stoehr, li, und Johann Ehrhardt

Alicia Schikowski | @schikows

Anna Martha Thomas | @tracy_project

Felicitas Volk | @felice_a_r_t

2. Show und Award:

Am 08.09.21 um 16 Uhr nahm Felicitias Volk, Absolventin 2021, an der “Best Graduates Show” teil und ging zugleich mit ihrem Beitrag in den Wettbewerb um die “Neo.Fashion-Awards”. Dreizehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland bewarben sich im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week mit ihren Kollektionen um diese Preise in drei Kategorien. Die Kollektionen der Teilnehmer*innen wurden im Vorfeld sowie während der Show durch eine Jury bewertet. Die Veranstaltung fand im Berliner Kraftwerk statt.

Mit der „Neo.Fashion. Best Graduates’ Show @MBFW“ erweitert sich die nationale und internationale Strahlkraft. Neben der Plattform der Neo.Fashion. steigert die Kooperation mit der Mercedes-Benz Fashion Week die Sichtbarkeit und Wahrnehmung für das Thema „Graduate Fashion“.

Die hochkarätige Jury, die unter der Leitung des Fashion Council Germany (FCG) zusammen gestellt wurde, vergab die Preise. Den Gewinner*innen werden von der Jury und dem Neo.Fashion. Netzwerk individuelle Mentorenpakete zur Verfügung gestellt. Felicitias Volk ging leer aus.

Das sind die Mitglieder der Jury:

Tanja Mühlhans, Referentin for Creative Industries, Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Antje Hundhausen, Vice President Brand Experience, Deutsche Telekom
Kerstin Schneider, Editor in Chief, Harper’s Bazaar
Claudia Hofmann, Member of the Board Fashion Council Germany, Creative Consultant & Stylist
Sebastian Warschow, Chief Communication Officer, Agentur Haebmau
Esther Perbandt, Gründerin des Labels esther perbandt
William Fan, Gründer des Labels WILLIAM FAN

Kategorien „Neo.Fashion. Award“:

  • Best Design
  • Best Sustainability Concept
  • Best Craftmanship