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Glitzernder Gruss zum Jahresende

 

So schön kann Gips, in der Fachsprache Calziumsulfat, unter dem Mikroskop aussehen. Darum ist es das Motiv unserer diesjährigen offiziellen Grußkarte für die Feiertage und den Jahreswechsel. Gemacht hat das Foto unsere Lehrerin Dr. Chrissafidou aus dem Ausbildungsgang Chemie-Biologie.

Text auf der Innenseite der Karte:

Es hat schon etwas Feierliches, wenn man die Schönheit dieser Laborprobe unter dem Mikroskop sieht. Dabei handelt es sich bei der Aufnahme auf der Vorderseite dieser Karte schlicht um Calziumsulfat – auch als Gips bekannt. Die Schüler*innen im Ausbildungsgang „Assistent*innen für chemische und biologische Laboratorien“ entdecken dieses schöne Bild im Unterricht. Auf diese Weise können sie erkennen, dass Salze eine typische Kristallform haben; hier handelt es sich um „Gips-Nadeln“.

1918, also vor 100 Jahren, wurde dieser Beruf im Lette Verein Berlin erfunden und diente zunächst vornehmlich der Untersuchung von Lebensmitteln. Es wollten sich schon damals alle Menschen in Berlin gesund ernähren können. Der Ausbildungsgang CBTA, wie er in Fachkreisen genannt wird, erfreut sich auch in seinem Jubiläumsjahr hoher Beliebtheit. Kein Wunder, haben sich die Einsatzgebiete inzwischen dank neuer Technologien erweitert. So arbeiten die Absolvent*innen zum Beispiel heute auch in der Umweltanalytik oder der Kriminaltechnik.

Gestaltung: Michael Hentschel

Neu: Lette in der Deutschen Digitalen Bibliothek

 

 

 

 

Das historische Archiv des Lette Vereins ist ab sofort auch in der Deutschen Digitalen Bibliothek zu finden. Möglich gemacht wurde die Digitalisierung durch das Förderprogramm der Berliner Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten. Seit 2016 konnte der Lette Verein Berlin an dem Digitalisierungsprojekt “Frau und Beruf in Berlin”  teilnehmen und wurde dabei von digiS, der Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin,  unterstützt.

Im November 2017 wurde ein großer Teil der digitalisierten Daten an die DDB exportiert und dieser ist darüber nun weltweit zugänglich. Für einige Materialien gibt es in der DDB aus urheberrechtlichen Gründen “nur” ein Vorschaubild und die Bestandsbeschreibung.

Das vollständige Digitalisat kann dann am elektronischen Leseplatz in unserer Bibliothek angesehen werden. Die Originale wurden nach dem Digitalisieren archivgerecht verpackt und können nun geschützt aufbewahrt werden.

 

 

 

 

Der König von Afghanistan zu Besuch

Unser diesjähriger Infotag, der am Freitag, dem 02.03.2018 stattfindet, ist offenbar ein beliebter Tag für historische Ereignisse. Exakt vor 90 Jahren, also am 02.03.1928,  war König Amanullah von Afghanistan im Lette Verein Berlin zu Besuch. Laut der Beschriftung der hier gezeigten Fotos von einer unbekannten Fotografin, beschloss er danach auch so eine Schule in seinem Land einzurichten. Was daraus geworden ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

MTA-Labor | MTA-Radiologie | PTA werden

Sie wollen eine entscheidende Rolle im Bereich Medizin übernehmen und Menschen helfen, gesund zu bleiben? Dann bewerben Sie sich jetzt für eine Ausbildung als MTA-Radiologie, MTA-Labor oder PTA. Alle drei Ausbildungsgänge sind vom Schulgeld befreit.

Ab Januar 2023 werden die Berufsbezeichnungen modernisiert:

  • Aus MTA-Radiologie/Medizinisch-technische Radiologieassistent*innen werden Medizinische Technolog*innen für Radiologie
  • Aus MTA-Labor/Medizinisch-technische Laborassistent*innen werden
    Medizinische Technolog*innen für Laboratoriumsanalytik

Informieren Sie sich auch über unsere Interviews mit unseren Schülerinnen und Schülern. Alle Videos wurden im Unterricht von unseren Schülerinnen und Schülern aus den Ausbildungsgängen Fotografie und Grafikdesign produziert.

Hören Sie auch die aktuellen Episoden unseres Podcasts “LETT’S TALK”, in denen Schüler*innen aus den drei Ausbildungsgängen über ihre Erfahrungen mit dem Lette Verein berichten und wie sie ihre Zukunft sehen.

Hier können Sie sich auch direkt online bewerben.

MTA-LABOR:

MTA-RADIOLOGIE:

PTA:

„Es zählt jedes Milligramm – alles andere wäre fatal“

Susanne Hafa ist neue Lehrerin im Ausbildungsgang Pharmazeutisch-Technische Assistent*innen/PTA, geboren in Rostock, Pharmazie-Studium FU-Berlin, mehrere Jahre Tätigkeit als Apothekerin, acht Jahre Qualitätssicherung in der Pharmaindustrie. Seit eineinhalb Jahren Honorarkraft im Lette Verein Berlin, seit Sommer 2017 Festanstellung. Fächer: Arzneimittelkunde, Medizinproduktekunde und chemisch-pharmazeutische Übungen.

Wie sind Sie zum Lette Verein Berlin gekommen?

Ich habe meine Ausbildung zur „Fachapothekerin für theoretische und praktische Ausbildung“ im Februar 2016 begonnen. Diese sieht vor, dass man Fachseminare absolviert und parallel unterrichtet. Für den praktischen Teil fand ich den Lette Verein sehr passend. Ich wollte unbedingt hier hin, da ich mich schon am Infotag  2015 umgesehen hatte und von den vielfältigen Ausbildungsangeboten beeindruckt war. Außerdem habe ich 2016 im 150. Jubiläumsjahr einige Veranstaltungen des Lette Vereins verfolgt. Die Ausstellung im Museum Ephraim-Palais „Berlin-Stadt der Frauen“, die Ausstellung zur Lette-Absolventin, der medizinischen Zeichnerin Lilly Ebstein und der Festakt im September mit Regierendem Bürgermeister: Das war schon was. Wer will da nicht dabei sein?!

Was macht das Lehren am Lette Verein Berlin so besonders?

Ich habe Klassen mit Menschen, die 17 bis 44 Jahre alt sind. Die Schüler*innen haben ganz unterschiedliche kulturelle Wurzeln. Durch diese Mischung entsteht eine spannende Dynamik im Klassenverband. Ältere Schüler*innen sagen den jüngeren mit ihrer Lebenserfahrung vor Prüfungen: „Mach Dich nicht verrückt.“

Was ist das Spezielle an PTA-Schüler*innen?

Ich erlebe sie als sehr zuverlässig, korrekt und zielstrebig. Aber das gehört wohl zum Wesen der PTA dazu: Wenn man nicht 100 % korrekt ist, hat man in der Ausbildung zu PTA nichts verloren. Es zählt jedes Milligramm. Alles andere wäre fatal. Schließlich geht es um Medikamente und Menschen. Deshalb ist auch das Beratungsgespräch in der Apotheke sehr wichtig. Das wird hier an einem echten Beratungstisch – wie in der Apotheke – geübt. Für die Beratung brauchen die Schüler*innen gute Menschenkenntnis, die Fähigkeit gut zuzuhören, Wissen über Arzneimittel und sie sollten komplizierte Sachverhalte einfach erklären können. Die soziale Kompetenz wird später auch in dem halbjährigen Pflichtpraktikum in der Apotheke geschult.

Was treibt Sie persönlich an?

In meinem Studium habe ich manchmal gedacht „Das könnte man auch besser machen“. Ich habe mich häufig gelangweilt. Ich hoffe, dass es mir jetzt selbst gelingt, auch schwierige Dinge so rüberzubringen, dass unsere Schüler*innen mit Spaß andocken können. Gerade so Fächer, wie Arzneimittelkunde: Da muss man nicht jede Nebenwirkung auswendig lernen. Wenn man zuvor das große Ganze verstanden hat, ist vieles ganz logisch. Ich habe letztes Jahr schon Medizinproduktekunde als Honorarkraft unterrichtet. Bei den mündlichen Prüfungen ist niemand aus zwei Klassen durchgefallen. Das hat mich sehr stolz gemacht.

 

Arbeiten von Lette-Schüler*innen – und Absolvent*innen Modedesign 2018