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Studienabbruch als Chance: »FUCKUP NIGHT BERLIN« im Lette Verein

v.l. Johannes Zillner, Virginia Bartocha, Prof. Ralf Kemmer
v.l. Johannes Zillner, Virginia Bartocha, Prof. Ralf Kemmer

Am Freitag, den 06.03.20 findet um 17 Uhr erstmals im Lette Verein Berlin die FUCKUP NIGHT BERLIN statt. In der Veranstaltung erzählen Johannes Zillner aus dem Ausbildungsgang Metallographie und Virginia Bartocha aus dem Ausbildungsgang Grafikdesign, warum sie ihr Studium abgebrochen haben.

Herr Zillner hat nach 13 Semestern an der Uni und einem Bachelor in Physik festgestellt, dass etwas in seinem Leben schief läuft. So kam er über Umwege zum Lette Verein und ist mit seiner Entscheidung rundum glücklich, auch wenn der Weg dahin nicht leicht war.

 

Frau Bartocha hat zuvor Biologie auf Lehramt studiert. Die Erwartungen, die an der Uni an sie gestellt wurden, haben sie irgendwann an der Sinnhaftigkeit ihres Studiums zweifeln lassen. So kam der Tag, an dem sie einfach zu Hause blieb und den Plan B überlegte. Aus Plan B wurde inzwischen Plan A: Grafikdesign im Lette Verein Berlin.

Darüber und über den Weg zum Glück berichten Johannes und Virginia in der ca. einstündigen Veranstaltung.

Moderiert wird die FUCKUP NIGHT BERLIN von Prof. Ralf Kemmer und Patrick Wagner. Weitere Informationen zu diesem Veranstaltungsformat, das von Queraufstieg Berlin mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales unterstützt wird, gibt es hier.

FUCKUP NIGHT BERLIN
Freitag, 06.03.2020 um 17 Uhr
Caféteria im Lette Verein Berlin
Viktoria-Luise-Platz 6
10777 Berlin

EINTRITT FREI

»Materials Lab«

Vom 28.-30. Januar 2020 findet im Lette Verein Berlin erstmals das »Lette Materials Lab« statt. In diesem neuen Intensiv-Workshop dreht sich alles darum, mit den Teilnehmer*innen in die Tiefe und ins Innere von Materialien vorzudringen.

 

 

Wir betrachten die Materialien also analytisch und entdecken so auch den Ausbildungsgang Metallographie, wo Metallographen als Werkstoffexperten zu Hause sind. Am Ende des »Lette Materials Lab«  werden die Teilnehmer*innen wissen, was in der Metallographie, diesem speziellen Gebiet der Metall- und Materialkunde, alles passiert. Anhand von Untersuchungsaufgaben aus der Praxis werden handwerkliche Techniken und moderne Untersuchungsmethoden wie Licht- und Rasterelektronenmikroskopie vorgestellt. In dem dreitägigen »Lette Materials Lab« erleben die Teilnehmer*innen, welche spannenden Entdeckungen man unter dem Mikroskop machen kann und wie verantwortungsvoll der nach der Ausbildung im Lette Verein gut bezahlte Beruf ist.

 

Wenn Sie einen Material-Prüfungsvorgang aus unserem Unterricht sehen möchten, gehen Sie auf unseren Instagram-Account und klicken sich durch die Highlights unserer Stories.

Zielgruppe:

  • Schülerinnen und Schüler der 9./10./11. Klassen, die in der Berufsorientierung sind,
  • Studienabbrecher*innen,
  • Umschüler*innen

Die Teilnehmer*innen werden durch unsere Profis aus der Abteilung für Metallographie und durch internationale Gastdozent*innen betreut. Sie dokumentieren ihre Arbeit in den Gruppen mit iPads.

Melden Sie sich hier kostenlos an: m.schleicher@letteverein.berlin

 

Das ist ein Gefügebild von Gussbronze, das man unter dem Mikroskop analysieren kann.

Das erwartet Sie

Dienstag, 28.01.2020:

  • Einführung in das „Lette Materials Lab“
  • Kurze Führung durch die Abteilung für Metallographie
  •  „Alte Geräte“ zerstören: Werkstoffe und deren Gruppen erkennen
  • Wettbewerb „Kaltverformen“: Eigenschaften von metallischen Werkstoffen erkunden

Mittwoch, 29.01.2020:

  •   „food fracture“ =  „metal fracture“ Grundlagen der Schadensfallanalyse – Schlussfolgerung mit Blick auf das am Vortag „verformte Metall“
  •  „Wir schauen ins Innere I“ – Probenherstellung – Trennen, Einbetten, Schleifen, Polieren

Donnerstag, 30.01.2020:

  •  „Wir schauen ins Innere II“ – Strukturen herausarbeiten –  Lichtmikroskopie – Rasterelektronenmikroskopie
  • Präsentation der Ergebnisse
  • Feedback

 

 

Auszeichnung für »Sehr gute biologische berufliche Bildung«

Gabriele Otto, Abteilungsleiterin Chemie-Biologie
Gabriele Otto, Abteilungsleiterin Chemie-Biologie

Der Ausbildungsgang für Technische Assistentinnen und Assistenten für chemische und biologische Laboratorien (CBTA) im Lette Verein Berlin ist ausgezeichnet.

Er wird für die Durchführung einer „sehr guten biologischen​ Bildung“ mit dem Siegel B4.0 in Silber prämiert.  Eine Fachkommission vom VBTA e.V. | Verband Biologisch-technischer Assistenten und VBio | Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschlan  hat die Ausbildung in verschiedenen Kategorien begutachtet und bewertet. im Fokus standen dabei z.B. Unterrichtsinhalte, Größe der Laborpraxisgruppen, Laborausstattung und Kooperationen.

Der Berufsverband der Biologisch-technischen Assistenten hat erstmalig in diesem Jahr das Siegel B4.0 deutschlandweit an Ausbildungseinrichtungen vergeben, die vollschulische berufliche Assistentenausbildungen in den Bereichen Biologie, Biotechnologie und Life Science anbieten.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist vor allem eine Wertschätzung für unsere Abteilung mit allen Lehrkräften und Technischen Assistentinnen, die sich täglich für unsere Schülerinnen und Schüler engagieren. Sie zeigt aber auch die besondere Qualität unserer CBTAs, die als gut ausgebildete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt ihren weiteren Weg gehen werden“, so Abteilungsleiterin Gabriele Otto.

Zum Glück haben wir Glück | Lebensfreude als Unterricht

Seit Sommer 2019 unterrichtet der Leiter der sieben Schulen im Lette Verein Berlin, Norbert Forstmann, das Fach Glück. Dahinter steht eine bundesweite Initiative, die auf eine Idee von Dr. Ernst Fritz-Schubert zurückzuführen ist. Er hat das sogenannte Schulfach Glück erarbeitet und entwickelt. Unterrichtet wird das Fach nun erstmals im Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation. Was soll das?

 

 

Forstmann:
Die Idee und die Inhalte des bundesweiten Pilotprojekts Glück haben mich angesprochen, denn schon lange habe ich mich gefragt, wie wir als Lette Verein die Persönlichkeits­entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler über das bereits vorhandene Maß anregen und fördern können. Der Glücksunterricht stellt hierfür ein überzeugendes Konzept mit neuen Inhalten und Methoden zur Verfügung, wobei die einzelne Person in den Mittelpunkt gestellt wird.

Was ist der Vorteil?

Es ist gut zu wissen, was man braucht, wer man ist, was man kann und was man will. Unter dem Lernziel Wohlbefinden wird im Glücksunterricht daran gearbeitet, gesund und glücklich zu leben. Dabei werden Faktoren wie Autonomie, Sinn, positive Beziehungen, Selbstakzeptanz, Umweltbewältigung und persönliche Entwicklung berücksichtigt.
Große Überschrift: Mehr Lebensfreude, mehr Selbstbewusstsein.

Was ist im Unterricht anders?

Im Gegensatz zu den anderen Schulfächern sind im »Schulfach Glück« die Schülerinnen und Schüler für die Lerninhalte zuständig und nicht die Lehrkraft. Die Lehrkraft übernimmt die Verantwortung für den methodischen Rahmen und den Prozess, aber nicht für das Ergebnis. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, ob und in welcher Intensität sie sich auf die angebotenen Lerninhalte einlassen. Dabei wird keine Leistung eingefordert. „Ich bin o.k. Du bist o.k.“ ist dabei eine wichtige Grundhaltung der Lehrkraft.

Wie sieht der Unterricht aus?

Es findet kein Frontalunterricht statt. Die Schülerinnen und Schüler sitzen oft im Stuhlkreis oder bewegen sich im Raum. Der Unterricht wird mit einem spielerischen „Energizer“ eröffnet, um das Gruppengefühl zu stärken und die Konzentration ritualisiert auf das Fach Glück zu lenken. Die Reflexion der letzten Glücksstunde mithilfe eines Glückshefts und bisheriger Erfahrungen leiten zum neuen Thema hin. Es folgt ein passendes Lernarrangement, welches den Schülerinnen und Schüler ein Angebot zur Selbsterfahrung macht. Das Lernarrangement wird durch eine anschließende Reflexion nachbereitet.

Heißt?

Zum Stundenabschluss und ggf. auch zu Hause beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den folgenden Fragen: 1. Was haben wir heute gemacht? Beschreibe die Übungen und Spiele mit eigenen Worten. 2. Wie hast du dich dabei gefühlt? Was hast du bei den anderen beobachtet? 3. Wie kann man das Gelernte im Alltag verwenden? Wofür könnte das nützlich sein?

Ein Beispiel bitte.

Eine der Übungen, die ich bereits eingesetzt habe, ist eine Art Toleranz- oder Ausdauerübung. Also: „Schauen Sie Ihrem Gegenüber eine Minute lang wohlwollend in die Augen.“ Da gibt es solche, die das gut können. Dann gibt es andere, die das ablehnen und sofort aussteigen. Hier greift dann das Prinzip der Freiwilligkeit als ein weiterer Grundsatz des Glücksunterrichts: Jede Schülerin bzw. jeder Schüler darf sich aus einer Übung rausnehmen, wenn er oder sie sich bei der Teilnahme nicht wohlfühlt. Stattdessen übernimmt diese Person eine Beobachtungsaufgabe und gibt der Gruppe in der Reflexionsphase eine Rückmeldung aus der Perspektive der externen Beobachtung. Auf diese Weise wird die soziale Wahrnehmung geschult. Gleichzeitig ist das dann auch ein wertvoller Beitrag zum Unterricht. So besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler, die sich zuerst aufgrund ihrer persönlichen Befindlichkeit von den Übungen distanzierten und nur beobachteten, schon bald am Gemeinschaftserlebnis teilhaben möchten.

Was macht das mit den Schüler*innen?

Diese Situation ist aus meiner Sicht dafür geeignet, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung zu entwickeln und so den Selbstwert zu stärken: Es ist in Ordnung, dass ich so bin, wie ich bin. Ich bin die Person, die so etwas jetzt NICHT möchte. Wenn man so will, lernt man hier Abgrenzung, Haltung und „Nein sagen“ ohne Rechtfertigungszwang und kann dadurch die Freiheit und die Verantwortung für sich selbst entdecken. Vertraue Deinem Empfinden und lasse es zu.

Was macht diesen Unterricht notwendig?

Um Schülerinnen und Schüler auf ihr späteres persönliches und berufliches Leben möglichst gut vorzubereiten, steht die Schule vor der Aufgabe, sie auch in ihrer Persönlichkeit, ihrer Lebens- und Sozialkompetenzen zu fördern. Insbesondere durch die Digitalisierung, die damit verbundene Individualisierung und Anonymisierung führt zu einem Mangel an derartiger Kompetenz. Mit dem Unterrichtsfach Glück wird das Ziel verfolgt, aus jungen Menschen zufriedene und selbstsichere Menschen zu machen, die auf der Grundlage des eigenen Wohlbefindens sich selbst, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft gut tun.

Nach dem Studienabbruch bei uns very welcome

Sie haben Ihr Studium abgebrochen oder überlegen, es zu tun? Vielleicht können wir Ihnen bei der Entscheidung helfen. Einige unserer Schülerinnen und Schüler haben vor ihrer Ausbildung im Lette Verein Berlin studiert, sich dann entschlossen, ihren eigenen, neuen Weg zu gehen. Im Lette Verein Berlin finden viele junge Menschen in unseren zehn Ausbildungsgängen ihre richtige Heimat, die zu Ihren Leidenschaften und Interessen passt.

 

Foto: Lette Verein Berlin

Simon Lampe gehört dazu. Er macht im Lette Verein derzeit die Ausbildung im Ausbildungsgang Medieninformatik | Interaktive Animation.

„Ich habe Geschichte und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin studiert. Das war zwar mein Interessensgebiet, aber es fühlte sich nicht richtig an. Wissenschaftliches Arbeiten hat mir nicht gefallen, denn auch das Reden über Texte ist nicht meins. Im Lette Verein habe ich mehr praktische Arbeit und viele Möglichkeiten, mit meiner Ausbildung später etwas Konkretes anzufangen. Ich habe auch Freunde, die Informatik studieren. Die wissen zwar theoretisch eine Menge, können aber keine Programme schreiben. Um ehrlich zu sein: Ich war in der Schule in Mathe und Physik echt schlecht und trotzdem komme ich hier gut in der Ausbildung voran und es macht Spaß. Mein Ziel? Mal sehen. Programmieren und Webentwicklung ist für mich interessant. Ich bleibe gespannt, denn ich habe durch die Ausbildung erst den Spaß an dem Thema gefunden.“


Gaspard Hasselmann hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK-FH Forstwirtschaft studiert. Er macht zurzeit im Lette Verein die Ausbildung zum Technischen Assistenten für chemische und biologische Laboratorien.

„Ich habe mein Studium abgebrochen, weil es nicht meinen Erwartungen entsprach. Mein persönlicher Schwerpunkt Natur/Umwelt (Bio LK) kam mir zu kurz. Ich fühlte mich weit ab von der Praxis und hatte Zweifel an meiner Eignung für den Beruf, aber auch an meiner langfristigen Motivation während des Studiums. Im Lette Verein findet der Unterricht in kleinen, vertrauten Klassen statt. Die Lehrkräfte brennen spürbar für ihr Fach, geben verständlichen Unterricht und bringen umfassendes Fachwissen in interessanten Diskussionen ein. Die Praxis wird direkt ausprobiert und ist dadurch verständlich. Durch den interdisziplinären Unterricht sind die Fächer oft miteinander verknüpft. Dazu gibt es noch viele Exkursionen und Bildungsangebote zu topaktueller Forschung. Dort vermitteln potentielle Arbeitgeber ihre praktischen Anforderungen an Azubis. Das gefällt mir.“

Sie wollen reden?

Lernen Sie die glücklichen Studienabbrecher*innen in unserem Haus kennen. Melden Sie sich zur Kontaktaufnahme bei Frank Sandmann, Referent für Öffentlichkeitsarbeit: f.sandmann@letteverein.berlin, Tel.: 030-21994116

Vorab können Sie sich hier über unsere Angebote informieren.
Werden Sie außerdem Follower auf Instagram. Dort bekommen Sie durch unsere täglichen Stories einen authentischen und aktuellen Blick auf unser Haus.

Informationen über die Finanzierbarkeit Ihrer Ausbildung nach dem Studienabbruch finden Sie hier.

 

 

»48 Stunden Neukölln« mit unseren Grafikdesign-Schüler*innen

Das Festival Junge Kunst NK »48 Stunden Neukölln« setzt auch in diesem Jahr seine Zusammenarbeit mit dem Lette Verein Berlin fort. Die Schüler*innen der Illustrationsklasse zweiten Ausbildungsjahr Grafikdesign zeigt ihre aktuellen Entwürfe zum Festivalthema „Buuuuum!“. Die Arbeiten waren über das vorletzte Juni-Wochenende 48 Stunden lang  als virtuelle Ausstellung auf der Festivalplattform zu sehen.

Die drei Gewinnermotive von Leander Zerwer, Leen Aoun, Hannah Lüneburg sind parallel in einer weiteren Ausstellung mit allen 70 Citylight-Postern von »48 Stunden Neukölln« Neukölln zu sehen.

Fakten über den Lette Verein Berlin

Portfolio | Arbeiten von Modeabsolvent*innen 2020

Illustration: Leonie Visca
Illustration: Leonie Visca

Hier sind Arbeiten des Abschlussjahrganges Modedesign 2020 zu sehen.
Sie stammen von 19 Schülerinnen und Schülern und sind im Rahmen verschiedener Unterrichte –  Zeichnen | Entwurf | Cad Design – in den vergangenen drei Jahren entstanden.

Zusätzlich dokumentieren die Fotos die besten Semestermodelle und Kollektionen als Ergebnisse in der Ausbildung. Diese Fotos wurden zum Teil von den Schüler*innen selbst und von Mitschüler*innen im Ausbildungsgang Fotografie gemacht.

 

 

Die hier präsentierte Auswahl von Arbeiten wird für die eigenen Portfolios der Absolvent*innen genutzt. Dieses entsteht immer im letzten Schuljahr und bildet die besten Arbeiten für Bewerbungszwecke im Anschluss ab.